Amnesty International

Kumi Naidoo zum neuen Amnesty-Generalsekretär ernannt

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© AFP/Tobias Schwarz

Naidoo soll die Nachfolge des Inders Salil Shetty antreten. Shetty war seit 2010 im Amt soll nach Ablauf seiner zweiten Amtsperiode ausscheiden.

London – Der Südafrikaner Kumi Naidoo soll im August 2018 der neue Generalsekretär von Amnesty International werden. Er soll dann die Nachfolge des Inders Salil Shetty antreten. Shetty war seit 2010 im Amt soll nach Ablauf seiner zweiten Amtsperiode ausscheiden, kündigte Amnesty am Donnerstag in einer Aussendung an.

Naidoo war von November 2009 bis Dezember 2015 Direktor von Greenpeace, danach widmete er sich dem Kampf für Energiegerechtigkeit in Südafrika. Er hat einen Bachelor in Jus und Politik der Universität von KwaZulu-Natal und wurde an der Universität Oxford in Politikwissenschaften promoviert.

Er sei schon sein ganzes Leben Aktivist und freue sich „sehr, der größten internationalen Menschenrechtsbewegung beizutreten“, sagte Naidoo. „Die Kampagnen von Amnesty International für Gleichheit und Gerechtigkeit sind heute relevanter denn je. Es ist eine große Ehre und Herausforderung für mich, in diesen turbulenten Zeiten die Leitung der Organisation zu übernehmen“, betonte er.

Generalsekretär und Vorstandsvorsitzende aus Afrika

Shetty streute seinem baldigen Vorgänger Rosen und meinte, er freue sich sehr „den Staffelstab an ihn weiterzugeben. Ganz besonders deshalb, weil damit zum ersten Mal in der Geschichte der Organisation sowohl der Generalsekretär als auch die Vorstandsvorsitzende aus Afrika stammen“, sagt Shetty. Naidoo sei die perfekte Besetzung, „um dem Anspruch von Amnesty International, eine wahrhaft globale und basisdemokratische Menschenrechtsbewegung zu sein, auch weiterhin gerecht zu werden“, so Shetty.

Der Generalsekretär wird von dem Internationalen Vorstand von Amnesty International zunächst für einen Zeitraum von vier Jahren ernannt. Er steht an der Spitze der internationalen Amnesty-Bewegung und ist deren wichtigster Sprecher. Zudem fungiert er als Geschäftsführer des Internationalen Sekretariats in London. Amnesty International ist mit Sektionen bzw. Büros in mehr als 70 Ländern vertreten und mit 2.600 Angestellten und sieben Millionen Mitgliedern laut Selbstbeschreibung die größte internationale Menschenrechtsbewegung. (APA)