Opening am Bürgermeisterlift im Pitztal
Am Galtwiesenlift, wo einst der ganz junge Benni Raich seine ersten Schwünge in den Schnee zauberte, wird heute die Skisaison eröffnet. Und auch eine Loipe ist gespurt.
Von Alexander Paschinger
Wald i. P. –Heute um 10 Uhr startet eines der kleinsten „Skigebiete“ des Bezirks: Der Galtwiesenlift, versteckt zwischen Wald und Leins. „Alois Raich hat seinen Kindern Carina, Florian und Benjamin, am Galtwiesenlift in Wald die ersten Schwünge beigebracht“, betont Geschäftsführer Johannes Larcher die skihistorische Bedeutung des gerade einmal 425 Meter langen Schleppliftes mitsamt seinem Pistenkilometer.
Aber die kleine Sportanlage genießt in der Arzler Gemeindestube einen hohen Stellenwert. Und das Gemeindeparlament ist auch bereit, einiges hineinzustecken. „Wir haben jetzt 100.000 Euro investiert“, sagt Larcher. Heute wird etwa ein neues Schneemobil in Betrieb genommen. Das wurde vor allem deshalb angeschafft, weil auch die Loipe wieder reaktiviert wird. 1,5 Kilometer lang ist diese Schleife, zu der auch Olympiasieger Mario Stecher geraten habe, erklärt Larcher. Außerdem gibt es einen „Zauberteppich“ (Skiförderband für Anfänger). Für Larcher steht fest, dass es sich bei der Gesamtanlage neben einem touristischen Angebot vor allem um ein Service für die Einheimischen handelt. „Die Kinder lernen so auch die Freude am Schnee und dem Skifahren“, sagt Larcher, der auch Obmann des örtlichen Skivereines ist.
„Das Ganze ist ein Bürgermeistermeisterlift“, meint dazu Dorfchef Josef Knabl. Und damit liefert er auch schon ein Argument, weshalb man sich zumindest bei den Investitionen etwas leichter tut: Das Land Tirol fördert nämlich Maßnahmen bei solchen Kleinstskigebieten mit 50 Prozent. Die Preise für die Liftnutzer sind günstig: Die Tageskarte für den Erwachsenen etwa kostet zehn Euro, besonders gut würden aber die VIP-Karten ankommen. 100 Stück zu 60 Euro hatte man im Vorjahr aufgelegt – „wir müssen bereits nachdrucken“, so Larcher.
Dazu kommt heuer das Glück mit dem Schnee. „Vielleicht, weil wir dreimal beim Hilder Bödele wallfahren waren“, meint der Geschäftsführer augenzwinkernd. Tatsache ist, dass man letzten Winter nur neun Betriebstage zählte. „Das ist unser größtes Problem – wir haben keine Planungssicherheit, weil wir keine Beschneiung haben“, sagt Larcher. Aber: Es gebe bereits Überlegungen, diesen nächsten Schritt zu tun.