Gemeinde Jenbach weist Schuld für fehlendes Parkhaus von sich
Erstmals wurde nun in Jenbach das Sozialehrenzeichen verliehen. Viel Geduld braucht es hingegen noch beim Parkhaus am Bahnhof.
Von Walter Zwicknagl
Jenbach –„Dass noch immer kein Parkhaus am Jenbacher Bahnhof steht, versucht man immer der Gemeinde umzuhängen. Ich darf aber klar sagen, dass die Projektleitung bei der Bundesbahn liegt. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, indem wir ein gutes Raumordnungskonzept vorgelegt haben“, stellte der Jenbacher BM Dietmar Wallner beim Neujahrsempfang klar. Dank der fachlichen Unterstützung durch VBM Bernhard Stöhr sei man knapp vor der Ziellinie. Die Vertragsunterzeichnung solle demnächst erfolgen.
Ein besonderes Anliegen sei der Marktgemeinde das Projekt Seniorenstube. Für Umbauarbeiten im Somweberhaus sind 60.000 Euro vorgesehen. An der Außenrenovierung der Pfarrkirche will man sich mit bis zu 225.000 Euro beteiligen, Für die Planung eines neuen Kindergartens sei im Budget vorgesorgt, weil der Vertrag mit der Pfarre in puncto Pfarr- und Gemeindekindergarten im Jahr 2026 auslaufe. Ebenso arbeite man am Generationenspielplatz am bestehenden Hobbyplatz.
Genau 7146 Einwohner haben in Jenbach ihren Hauptwohnsitz. Deutlich spürbar sei die Ausweichbewegung vom teuren Stadtraum Innsbruck in Richtung Telfs und Jenbach. Derzeit sind im Ort 3253 Haushalte registriert. Der Anteil der Menschen mit fremder Staatsbürgerschaft lag 2017 bei 20 Prozent. Zur Budgetsituation: Die wiedererstarkte Wirtschaft und dadurch bessere Einnahmen ermöglichen wieder mehr Spielraum für Investitionen. Die Bautätigkeit am Wohnungssektor sei laut Wallner enorm. Aus acht Projekten im Architekturwettbewerb für die Gestaltung der Unteren Achenseestraße wird bald das Siegerprojekt vorgestellt. Für das laufende Jahr sind 200.000 Euro reserviert.
Eine Premiere gab es beim heurigen Neujahrsempfang. Erstmals wurden Sozialehrenzeichen vergeben. Neben Ernst Digruber, Annedore Kraler, Gertraud Keuschnigg, Herta Messner, Josef Mirocha und Reinhardt Hochmuth bekam das Flohmarkt-Team der SP-Frauen, das im Jahre 1985 den ersten Flohmarkt organisierte und auf Anhieb 15.000 Schilling erwirtschaftete, diese Auszeichnung. Federführend beim Flohmarkt-Team war Ingrid List. Das Ehrenzeichen in Gold erhielten Brigitte Laurer, Gerda Hoppichler und Gebhard Spindler. „Sie haben sich für ihren Einsatz schon lange ein Dankeschön verdient“, sagte Wallner.