Kundendaten als Chance für den Tourismus
Kitzbühel – Jeder Mensch hinterlässt Datenspuren. Das Kreditkarteninstitut Mastercard will diese nutzen und Tourismusdestinationen die Chanc...
Kitzbühel –Jeder Mensch hinterlässt Datenspuren. Das Kreditkarteninstitut Mastercard will diese nutzen und Tourismusdestinationen die Chance bieten, ein individuell zusammengeschnürtes Paket für Gäste zusammenzustellen. Wie? Mit der so genannten „Big Data Management Platform“, die gestern im Rahmen des Hahnenkammrennens in Kitzbühel erstmals vorgestellt wurde.
Auf der erwähnten Plattform soll es Tourismusregionen möglich sein, mehr über den Kunden zu erfahren, so Mastercard-Austria-Geschäftsführer Gerald Gruber. „Wir haben 56 Milliarden Bezahltransaktionen im Jahr. Mit den Daten können wir viel machen.“ Etwa Antworten finden, auf Fragen wie „Woher kommt der Gast“, „Wofür gibt er Geld aus?“, „Welche Attraktionen und Lokale besucht er?“ oder „Wann bucht er seinen Urlaub?“. Dafür werden auch Informationen anderer Quellen herangezogen, darunter Buchungsseiten, Suchmaschinen und soziale Netzwerke. Mit den gewonnenen Informationen sollen Tourismusregionen ihre Schlüsse ziehen und sowohl Angebot als auch Marketingmaßnahmen gezielt platzieren können. Die neue Plattform nehme auf den Datenschutz Rücksicht – es werden nur anonymisierte Daten zur Analyse herangezogen, betonte Gruber.
Von der Technologie überzeugt zeigte sich unter anderem Bergbahn-Kitzbühel-Vorstand Josef Burger. „Wir leben in einer anonymisierten Welt, aber jeder will Individualität. Daten helfen uns dabei, Kunden und ihre Wünsche anzusprechen.“ (miho)