Airbnb: Nicht für Wohnungsnot-Verschärfung verantwortlich

Die US-Firma Airbnb will nicht dafür verantwortlich sein, dass in Großstädten wie Berlin immer weniger Wohnungen verfügbar sind.

Screenshot der Plattform Airbnb.com 2015.
© Screenshot/airbnb.com

Berlin – Die US-Vermietungsplattform Airbnb hat den Vorwurf zurückgewiesen, in Berlin die Wohnungsnot zu verschärfen. Der Deutschland-Chef des Portals, Alexander Schwarz, sagte dem Sender RBB, der Anbieter nehme niemandem die Wohnung weg. Der Großteil der Gastgeber auf Airbnb vermiete sein Zuhause, „um selber etwas dazuzuverdienen“ – etwa wenn diese Gastgeber selbst im Urlaub oder auf Geschäftsreise seien.

Schwarz sprach von einer „effizienten Wohnraumnutzung“. In Berlin gilt bereits seit 2014 das sogenannte Zweckentfremdungsverbot, das die Umwidmung von Wohnraum zu kommerziellen Zwecken verhindern soll. Wohnungen dürfen nur mit Genehmigung des Bezirks an Touristen vermietet werden. Jeder, der vermutet, dass eine Wohnung illegal als Ferienwohnung genutzt wird, kann den Verdacht online bei der Stadt melden. Vermietungsportale wie Airbnb und Wimdu sehen sich immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, die knappe Wohnungssituation in Großstädten zu verschärfen.

Airbnb steigerte im vergangenen Jahr die Zahl seiner Gäste in Berlin. Demnach gab es 2017 rund 700.000 Gastankünfte, im Jahr zuvor waren es etwa 600.000. Die meisten Reisenden (rund 146.000 Ankünfte) kamen 2017 aus Deutschland, gefolgt von den USA (83.000) und Großbritannien (76.000). Im Schnitt blieben die Gäste, die eine Unterkunft für Berlin auf Airbnb buchten, 4,2 Nächte in der Stadt. Das ist länger als der Durchschnitt-Berlin-Besucher: Er bleibt den Angaben zufolge 2,4 Nächte. (APA/AFP)

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