Europas Leitbörsen zu Mittag weiter im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Verlauf weiter schwächer tendiert. Der 50 führende Unternehmen ...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Verlauf weiter schwächer tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel um 28,47 Einheiten oder 0,78 Prozent auf 3.614,51 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.00 Uhr mit 13.253,02 Punkten und minus 71,46 Einheiten oder 0,54 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor um 47,59 Zähler oder 0,62 Prozent und steht nun bei 7.623,94 Stellen.

Europas Wirtschaft ist 2017 so stark gewachsen wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Sowohl in der EU als auch in der Eurozone stieg die Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. In beiden Fällen war es das stärkste Wachstum seit 2007. An den Börsen dürfte hingegen die Belastung durch Gewinnmitnahmen überwogen haben.

Überwiegend positiv reagierten die Anleger hingegen auf vorgelegte Geschäftszahlen: Die Kurse von Swatch und Richemont stiegen an der Börse in Zürich um 3 beziehungsweise um 1,3 Prozent. Der Uhrenhersteller Swatch steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent auf knapp 8 Milliarden Franken. Der Luxusgüterkonzern Richemont profitierte von den guten Zahlen von Swatch und von der Erholung der Schweizer Uhrenexporte im vergangenen Jahr.

Beim weltgrößten Brillenhersteller Luxottica ist das Schlussquartal 2017 erfreulich verlaufen. Die Italiener, die kurz vor der Fusion mit der französischen Augenoptikgruppe Essilor stehen, erhöhten den Umsatz auf mehr als 2 Milliarden Euro. Der Luxottica-Kurs legte um 2 Prozent zu. In seinem Fahrwasser verteuerten sich auch Essilor um 1,59 Prozent und setzte sich damit an die Spitze des Euro-Stoxx-50.

Nach wie vor am unteren Ende des europäischen Leitindex tendierten die Papiere von Philips, die um 2,14 Prozent nachgaben. Der niederländische Konzern wuchs im vierten Quartal 2017 im Segment „Connected Care“ unerwartet schwach, wie der Analyst Daniel Cunliffe vom Broker Liberum anmerkte.

Knapp davor verloren die Papiere der Deutschen Bank um 1,91 Prozent an Wert. Die HNA Group, mit 10 Prozent größter Anteilseigner der Deutschen Bank, informierte ihre Gläubiger über eine Finanzierungslücke im ersten Quartal, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf damit vertraute Personen schrieb. Dies wecke abermals Sorgen, HNA könnte sich von Beteiligungen trennen, um sich Geld zu beschaffen, erklärte ein Händler.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA298 2018-01-30/13:10


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