Junge Frau (19) von Lkw getötet: Gaffer behinderten Rettung

Montagabend haben es in Wien wieder mehrere Passanten geschafft, einer 19-jährigen Fußgängerin beim Sterben zuzuschauen – und die Rettung zu behindern, die ihr helfen wollte.

Die junge Frau wurde beim Überqueren eines Zebratreifens von einem Lastwagen erfasst. Sie starb noch an der Unfallstelle.
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Wien — Eine Fußgängerin ist am Montagnachmittag auf dem Neubaugürtel in Wien von einem Lkw überrollt und getötet worden. Die 19-Jährige wollte die Fahrbahn an der ampelgeregelten Kreuzung mit der Hütteldorfer Straße überqueren, als sie von dem rechts auf den Gürtel einbiegenden Schwerfahrzeug auf dem Schutzweg erfasst wurde, wie die Polizei mitteilte.

Durch Angaben von Zeugen will die Polizei nun herausfinden, ob die junge Frau bei rot oder grün auf dem Zebrastreifen unterwegs war oder vielleicht durch ihr Handy abgelenkt war. Der Unfall weckte die Neugier zahlreicher Schaulustiger, wie Polizeisprecher Patrick Maierhofer sagte. Passanten hätten ungeniert versucht, mit Smartphones zu fotografieren und zu filmen. Die Einsatzkräfte sperrten die Unfallstelle deshalb großräumig ab.

Feuerwehrmann: "Habt Anstand, haltet Abstand"

Mathias Gatterbauer von der Berufsfeuerwehr Wien erzählte im Interview mit Mittag in Österreich, über seine Erfahrungen mit Schaulustigen am Unfallort. In den letzten Jahren habe die Feuerwehr vermehrt mit Menschen, die ihr Handy zücken und filmen, zu kämpfen. Die Menschen würden auf die Aufforderungen der Rettungskräfte, dies zu unterlassen, unterschiedlich reagieren, teils verständnisvoll, teils aber auch mit Aggression. Gatterbauers Appell: "Habt Anstand, haltet Abstand". (APA, TT.com)


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