Europas Leitbörsen schließen einheitlich klar schwächer

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag einheitlich klar schwächer aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag einheitlich klar schwächer aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 36,29 Einheiten oder 1,00 Prozent auf 3.606,75 Zähler. Neben schwachen Vorgaben aus Asien und von der Wall Street belasteten erneut höhere Renditen bei Staatsanleihen. Außerdem dürften manche Anleger das Ergebnis der US-Zinssitzung, die heute und morgen stattfindet, abwarten.

Europas Wirtschaft ist 2017 so stark gewachsen wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Sowohl in der EU als auch in der Eurozone stieg die Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. In beiden Fällen war es das stärkste Wachstum seit 2007.

Die deutschen Verbraucherpreise sind zu Jahresbeginn langsamer gestiegen. Die Inflationsrate sank im Jänner überraschend auf 1,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in einer erste Schätzung mitteilte. Im Dezember betrug die Teuerungsrate noch 1,7 Prozent. Mehr ausgewirkt haben dürften sich jedoch Unternehmensnachrichten und Zahlenvorlagen.

Der Deutsche-Bank-Großaktionär HNA hat einem Medienbericht zufolge seine Gläubiger über einen möglichen Liquiditätsengpass von mindestens 2,4 Mrd. Dollar in Kenntnis gesetzt. Dieser könnte im ersten Quartal auftreten, weil Rückzahlungen fällig würden, berichtete die Agentur Bloomberg. Dies nährte die Sorge von Anlegern, HNA könnte sich von Anteilen der Deutschen Bank trennen, um liquide zu bleiben. Die Aktien der Deutschen Bank schlossen mit einem satten Minus von 4,47 Prozent an letzter Stelle des Euro-Stoxx-50.

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Ebenfalls deutlich schwächer gingen die Papiere von Philips aus dem Handel. Sie gaben um 3,67 Prozent nach. Der niederländische Konzern wuchs im vierten Quartal 2017 im Segment „Connected Care“ unerwartet schwach, wie der Analyst Daniel Cunliffe vom Broker Liberum anmerkte.

Der Leitindex für die Eurozone wurde von den Aktien der französischen Augenoptikgruppe Essilor angeführt. Sie stiegen heute um 0,80 Prozent. Unterstützt worden war der Essilor-Kurs von erfreulichen Quartalszahlen des Brillenherstellers Luxottica. Die Italiener, die kurz vor der Fusion mit der französischen Augenoptikgruppe Essilor stehen, erhöhten den Umsatz auf mehr als 2 Milliarden Euro.

An der Zürcher Börse gab es ebenfalls positive Reaktionen auf Geschäftszahlen zu sehen. Der Uhrenhersteller Swatch (plus 5,08 Prozent) steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent auf knapp 8 Milliarden Franken. Der Luxusgüterkonzern Richemont (plus 1,33 Prozent) profitierte von den guten Zahlen bei Swatch und von der Erholung der Schweizer Uhrenexporte im vergangenen Jahr.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 3.597,68 -38,94 -1,07 3.636,62 Frankfurt DAX 13.197,71 -126,77 -0,95 13.324,48 London FT-SE-100 7.587,98 -83,55 -1,09 7.671,53 Paris CAC-40 5.473,78 -47,81 -0,87 5.521,59 Zürich SPI 10.821,56 -38,33 -0,35 10.859,89 Mailand FTSEMIB 23.480,92 -320,63 -1,35 23.801,55 Madrid IBEX-35 10.428,20 -127,40 -1,21 10.555,60 Amsterdam AEX 561,00 -5,06 -0,89 566,06 Brüssel BEL-20 4.126,57 -28,62 -0,69 4.155,19 Stockholm SX Gesamt 1.603,31 -7,09 -0,44 1.610,40 Europa Euro-Stoxx-5 3.606,75 -36,29 -1,00 3.643,04

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Euro-Stoxx 397,44 -3,67 -0,91 401,11 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA509 2018-01-30/18:17


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