Lostag für die Zukunft des Sonnwendjochlifts

Der Verein „Naturjuwel Rofan“ will eine Aufstiegshilfe realisieren. Heute wird die Machbarkeitsstudie einer Schweizer Firma vorgestellt.

© ZOOM.TIROL

Von Michael Mader

Kramsach –Eine Aufstiegshilfe auf das Sonnwendjoch – das ganze Jahr über – zum Wandern, für Familien und Menschen mit Behinderung sowie für Tourengeher, das ist das erklärte Ziel des Vereins „Naturjuwel Rofan“, der im April 2017 gegründet worden ist.

Wie berichtet, wurde aufgrund der viel zu hohen Sanierungskosten vor mehr als einem Jahr der Abbau des alten Sonnwendjoch-Einsersessellifts beschlossen. Im Juni 2017 wurden schließlich die Sessel und Seile der Sonnwendjochbahn von den Alpbacher Bergbahnen abmontiert. Die alten Sessel – insgesamt immerhin 250 an der Zahl – wurden sogar als Erinnerungsstücke weiterverkauft.

„Für die Region Alpbachtal – Tiroler Seenland ist dieser Lift unverzichtbar, will man den Gästen und Einheimischen auf der nördlichen Seite des Inns ein Ausflugsziel bieten und somit den Betrieben im näheren und weiteren Umkreis eine Überlebenschance geben“, sagt Vereinsobmann Sepp Kreidl. Für die rund 50 Mitglieder ist eine Aufstiegshilfe zum Sonnwendjoch auf alle Fälle zu realisieren, egal, wie diese letztlich aussehen wird. Die Mitglieder sind Unternehmer aus Kramsach und den umliegenden Orten, die jeweils 2500 Euro bezahlt haben, um damit zu bekunden, dass sie bereit sind, auch ihren Beitrag zu leisten, damit noch im Jahr 2019 eine Aufstiegshilfe realisiert werden kann. Mittlerweile wurde vom Verein eine Machbarkeitsstudie bei einer Schweizer Firma in Auftrag gegeben. Das Ergebnis wird am 1. Februar um 19 Uhr im Gemeindesaal Kramsach präsentiert.

Der 30. Juni 2018 ist für die Vereinsmitglieder ein ganz entscheidendes Datum: Derzeit stehen nämlich noch die Stützen des alten Sessellifts. Am 30. Juni sollen auch diese entfernt werden. „Möglicherweise wären sie für eine Aufstiegshilfe noch zu verwenden und dies würde die Kosten deutlich reduzieren“, sagt Kreidl, der die Machbarkeitsstudie bis jetzt noch nicht zu Gesicht bekommen hat.

Hervorheben will man seitens des Vereins, dass eine Aufstiegshilfe nur dann Sinn macht, wenn auch das Gebiet rund um das Sonnwendjoch bzw. den Zireinersee der Bevölkerung und den Gästen entsprechend angeboten wird. Es gibt bereits ein einreichbares Projekt, welches zusammen mit einer Firma erstellt wurde und welches aufzeigt, wie dieses Naturjuwel auf dem Berg den Menschen bestmöglichen Erholungswert bieten kann. Es gibt auch Gespräche mit dem Regionalmanagement, da man beabsichtigt, dafür Fördergelder der Europäischen Union zu lukrieren. In den nächsten Tagen wird das Projekt eingereicht und sobald es fertig ausgearbeitet ist, soll es der Öffentlichkeit präsentiert werden.


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