Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch keine einheitliche Richtung gefunden. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 193,68...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch keine einheitliche Richtung gefunden. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 193,68 Zähler oder 0,83 Prozent auf 23.098,29 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg hingegen um 279,98 Zähler (plus 0,86 Prozent) auf 32.887,27 Einheiten. Der Shanghai Composite fiel 7,18 Punkte oder 0,21 Prozent auf 3.480,83 Punkte.

Zuletzt hatte der Ölpreis wieder deutlich nachgegeben, wodurch auch einige Ölwerte in Asien unter Druck geraten waren. Öl der Nordseesorte Brent notierte am Mittwoch zuletzt bei 68,10 Euro. Noch am Donnerstag stand das Barrel knapp über 71,00 Euro.

Konjunkturdaten kamen am Mittwoch aus China und Japan. Wie die japanische Regierung am Mittwoch auf Basis vorläufiger Daten bekannt gab, zog die Industrieproduktion in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt im Dezember insgesamt um 2,7 Prozent zum Vormonat und damit im dritten Monat in Folge an.

Die chinesische Industrie hat unterdessen wegen des schärferen Vorgehens der Regierung gegen die Umweltverschmutzung und der Abkühlung des Immobilienmarkts einen Dämpfer erhalten. Das Wachstum war so gering wie seit acht Monaten nicht mehr, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage hervorgeht. Der offizielle Einkaufsmanagerindex sank im Jänner um 0,3 Punkte auf 51,3 Zähler.

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Bei den Einzeltiteln im Nikkei-225 standen am Mittwoch deutliche Verluste bei den Bergbau- und Stahlwerten. An der Spitze des japanischen Leitindex rangierten Aktien des Kurierdienstleisters Yamato mit einem Plus von knapp 6 Prozent. Der Wirtschaftszeitung Nikkei zufolge konnte der Konzern trotz der Anhebung der Frachtraten 60 Prozent seiner bisherigen Geschäftskunden halten.

Dem „Wall Street Journal“ zufolge steht Xerox unmittelbar vor einer Fusion mit dem Joint-Venture Fuji-Xerox. Mehrheitseigner wird Fujifilm. Fujifilm hatte zudem angekündigt, über 10.000 Arbeitsplätze aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen einzustampfen. Fujifilm-Aktien rutschen darauf mit minus 8,32 Prozent in Japan deutlich ab.

In Hongkong rangierten die großen chinesischen Ölunternehmen unter den Hauptverlierern. CNOOC verloren 1,14 Prozent, Sinopec 1,31 Prozent und Petrochina 0,8 Prozent.

Der All Ordinaries Index in Sydney stieg 11,2 Zähler oder 0,18 Prozent auf 6.146,50 Einheiten. Auch in Australien verzeichneten Ölwerte nebst Rohstoffwerten spürbare Abgaben: Oil Search verloren 1,82 Prozent, Woodside notierten 0,75 Prozent leichter.

Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 35.965,02 Zählern mit minus 68,71 Punkten oder 0,19 Prozent.


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