Abbas für Vermittlerrolle Deutschlands im Nahost-Konflikt

Ramallah (APA/dpa) - Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hat sich für eine Vermittlerrolle Deutschlands und Frankreichs bei der Lös...

Ramallah (APA/dpa) - Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hat sich für eine Vermittlerrolle Deutschlands und Frankreichs bei der Lösung des Nahost-Konflikts ausgesprochen. „Die Friedensverhandlungen sollen natürlich fortgesetzt werden. Wir zählen dabei sehr auf Deutschland und Frankreich“, sagte Abbas am Mittwoch nach einem Treffen mit dem deutschen Außenminister Sigmar Gabriel in Ramallah.

Die Vermittlung sollte fortgeführt werden durch das bestehende Nahost-Quartett aus den USA, Russland, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen, „plus einer Anzahl europäischer und arabischer Länder“, sagte Abbas.

Nach der einseitigen US-Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt Anfang Dezember war es zu teils blutigen Unruhen in den Palästinensergebieten gekommen. Abbas sagte, die USA hätten sich als ehrliche Vermittler im Nahost-Konflikt disqualifiziert. Der palästinensische Präsident hatte vergangene Woche in Brüssel die Europäische Union aufgefordert, einen Palästinenserstaat anzuerkennen.

Jerusalem gilt als zentraler Streitpunkt zwischen Israelis und Palästinensern. Israel beansprucht ganz Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt, was international nicht anerkannt wird. Die Palästinenser sehen dagegen in Ost-Jerusalem die künftige Hauptstadt eines unabhängigen Palästinenserstaates. Die deutsche Regierung hat sich von der US-Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt distanziert.

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