Vorschlag für neue Berlinale-Leitung bis Sommer

Berlin (APA/dpa) - Für die Nachfolge des langjährigen Berlinale-Chefs Dieter Kosslick soll bis zum Sommer ein entscheidungsreifer Vorschlag ...

Berlin (APA/dpa) - Für die Nachfolge des langjährigen Berlinale-Chefs Dieter Kosslick soll bis zum Sommer ein entscheidungsreifer Vorschlag vorliegen. Das beschloss das verantwortliche Aufsichtsgremium am Mittwoch unter Leitung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

„Die Berlinale ist das größte Publikumsfestival der Welt, und das soll sie auch bleiben“, sagte die CDU-Politikerin. Diese Herausforderung sei entscheidend für die Nachfolgefrage.

Kosslicks Vertrag läuft im Mai 2019 aus. Rund 80 namhafte Filmemacher hatten in einem offenen Brief gefordert, den Wechsel für eine programmatische Erneuerung und Entschlackung des Festivals zu nutzen. Das löste heftigen Wirbel aus. Kosslick erklärte daraufhin, künftig in keiner Form mehr für die Filmfestspiele zur Verfügung zu stehen.

Über die Nachfolge entscheidet der Aufsichtsrat der Dachgesellschaft „Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin“ (KBB). Während die Filmemacher eine internationale Findungskommission gefordert hatten, bildet nun Grütters zusammen mit zwei weiteren Aufsichtsratsmitgliedern den Suchtrupp. Das Trio lässt sich von Fachleuten aus der Branche beraten - zuletzt am Montag bei einer internen Sitzung.

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Am Mittwoch seien dem Aufsichtsrat die Positionen und Ideen aus dieser Runde vorgestellt worden, hieß es. Nun solle die Suche zügig mit konkreten möglichen Kandidatinnen und Kandidaten weitergehen, beschloss das Gremium. Der Stellenwert unter den A-Filmfestivals der Welt, den die Berlinale unter Kosslick erreicht habe, müsse auch Maßstab für eine zukünftige Leitung sein, so der Aufsichtsrat.

Die diesjährige Berlinale findet vom 15. bis 25. Februar statt.


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