UNO prüft Aktivität von mehr als 200 Firmen in jüdischen Siedlungen

Genf/Jerusalem (APA/AFP) - Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte (UNHCHR) hat am Mittwoch einen Bericht über Unternehmen vorgelegt, die...

Genf/Jerusalem (APA/AFP) - Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte (UNHCHR) hat am Mittwoch einen Bericht über Unternehmen vorgelegt, die in jüdischen Siedlungen in von Israel besetzten Palästinensergebieten tätig sind. Von den 206 Unternehmen haben demnach 143 ihren Sitz in Israel oder in den Siedlungen, 22 in den USA, sieben in Deutschland, fünf in den Niederlanden und fünf in Frankreich.

Eine Liste mit den betreffenden Firmen enthält der Bericht nicht. Er beschränkt sich vielmehr darauf, die Vorgehensweise der UNO bei der Überprüfung der Unternehmen darzustellen. Bisher hätten überdies nur 64 der 206 Firmen kontaktiert werden können. Das liegt dem Bericht zufolge an den fehlenden Ressourcen des UNHCHR.

Die UNO betrachtet sämtliche Siedlungen in den besetzten Palästinensergebieten als illegal. International wird der israelische Siedlungsbau als eines der größten Hindernisse für eine dauerhafte Friedenslösung im Nahost-Konflikt angesehen, weil die Wohnungen auf Land errichtet wurden, das die Palästinenser für ihren Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt beanspruchen. Für die Gegenseite ist Jerusalem dagegen „die ewige, ungeteilte Hauptstadt des jüdischen Staats“.

Im Westjordanland und in Ost-Jerusalem leben mehr als 600.000 jüdische Siedler inmitten von etwa drei Millionen Palästinensern. Die Koexistenz ist häufig sehr konfliktreich.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA534 2018-01-31/17:40


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