Europas Leitbörsen schließen überwiegend im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch den Handelstag überwiegend im Minus beendet. Der 50 führende Unter...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch den Handelstag überwiegend im Minus beendet. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg um 2,54 Einheiten oder 0,07 Prozent auf 3.609,29 Punkte.

Der DAX in Frankfurt endete bei 13.189,48 Punkten und 8,23 Einheiten oder 0,06 Prozent tiefer. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um 54,43 Zähler oder 0,72 Prozent und steht nun bei 7.533,55 Stellen.

In der Eurozone hat die Preisentwicklung Anfang des Jahres einen weiteren Dämpfer erhalten. Im Jänner sind die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 1,3 Prozent gestiegen, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch mit. Dies ist die niedrigste Inflationsrate seit dem vergangenen Juli. Im weiteren Tagesverlauf wird in den USA zudem der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed erwartet. Analysten rechnen aber nicht mit einer Änderung des Leitzinses.

Bei den Einzelwerten im DAX verzeichneten Papiere des Halbleiterspezialisten Infineon ein Minus von 1,01 Prozent. Im Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen nun nur noch mit einem Umsatzplus zwischen 3 und 7 Prozent nach zuvor 7 bis 11 Prozent. Der Chiphersteller hat trotz rund laufender Geschäfte mit dem Gegenwind vom stärkeren Euro zu kämpfen.

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Ein schwaches Geschäft mit Gasturbinen hat den Technologiekonzern Siemens zum Jahresauftakt belastet. Das Ergebnis des industriellen Geschäfts sank im ersten Quartal (per 31. Dezember) um 14 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Die Aktie zeigte sich darauf mit plus 0,81 Prozent.

Zahlen gab es auch bei der spanischen Großbank Santander. Ein starkes Geschäft in Brasilien und eine Erholung im Heimatmarkt haben Santander einen Gewinnanstieg im vergangenen Jahr beschert. Der Überschuss sei 2017 um 7 Prozent auf 6,62 Mrd. Euro geklettert. Die Papiere legten darauf in Madrid um 0,88 Prozent zu.

Auch der schwedischen Einzelhandelsriese Hennes & Mauritz (H&M) öffnete seine Bücher. Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den höchsten Ergebnisrückgang in sechs Jahren einstecken müssen. Der operative Gewinn fiel von Dezember 2016 bis November 2017 um 14 Prozent auf 20,6 Milliarden schwedische Kronen. Die Papiere fielen in Stockholm um mehr als 10 Prozent.

Ebenfalls in Stockholm standen Ericsson-Aktien im Visier der Anleger. Der Nettoumsatz des kriselnden Netzwerkausrüsters fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 57,2 Milliarden schwedische Kronen. Die Anteilsscheine verloren darauf knapp 9 Prozent.

Gute Nachrichten aus Stockholm kamen hingegen vom Haushaltsgerätehersteller Electrolux. Nach einem überraschend hohen Quartalsgewinn waren die Papiere gut gesucht. Sie verteuerten um 6,79 Prozent.

In London gab es einen Kursrutsch bei Aktien des Outsourcing-Dienstleisters Capita Group. Nach einer Gewinnwarnung stürzten die im FT-SE-350 gelisteten Papiere um mehr als 47 Prozent ab.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 3.594,27 -3,41 -0,09 3.597,68 Frankfurt DAX 13.189,48 -8,23 -0,06 13.197,71 London FT-SE-100 7.533,55 -54,43 -0,72 7.587,98 Paris CAC-40 5.481,93 8,15 0,15 5.473,78 Zürich SPI 10.737,45 -84,11 -0,78 10.821,56 Mailand FTSEMIB 23.507,06 26,14 0,11 23.480,92 Madrid IBEX-35 10.451,50 23,30 0,22 10.428,20 Amsterdam AEX 560,52 -0,48 -0,09 561,00 Brüssel BEL-20 4.111,65 -14,92 -0,36 4.126,57 Stockholm SX Gesamt 1.593,15 -10,16 -0,63 1.603,31 Europa Euro-Stoxx-5 3.609,29 2,54 0,07 3.606,75

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Euro-Stoxx 397,83 0,39 0,10 397,44 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA566 2018-01-31/18:37


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