NYT: Russland-Ermittlung konzentriert sich auf Treffen im Trump Tower

Washington (APA/AFP) - US-Sonderermittler Robert Mueller konzentriert seine Untersuchungen zur Russland-Affäre einem Bericht zufolge auf ein...

Washington (APA/AFP) - US-Sonderermittler Robert Mueller konzentriert seine Untersuchungen zur Russland-Affäre einem Bericht zufolge auf ein Treffen zwischen Donald Trump junior und einer russischen Anwältin im Trump Tower 2016.

Dabei geht es laut dem Bericht der „New York Times“ vom Mittwoch vor allem um die Hintergründe einer Stellungnahme des Präsidentensohns. Dies sei eines von zwölf Themen, die Mueller in einem direkten Gespräch mit US-Präsident Donald Trump besprechen wolle.

Der im Mai 2017 eingesetzte Sonderermittler Mueller untersucht, ob es im US-Wahlkampf illegale Absprachen zwischen Trumps Team und der russischen Regierung gab, und ob Trump später als Präsident versuchte, die Ermittlungen der Bundespolizei FBI zu den Russland-Kontakten zu behindern.

Trumps ältester Sohn Donald Trump junior hatte im Juli 2017 in einer ersten Stellungnahme mitgeteilt, bei dem Treffen mit der Anwältin Natalia Weselnizkaja im New Yorker Trump Tower im Juni 2016 sei es um russische Adoptionsrichtslinien gegangen. Der Text soll mit Hilfe seines Vaters verfasst worden sein.

Später veröffentlichte der Trump-Sohn jedoch eine Reihe von E-Mails, in denen er sein Interesse an einem Treffen mit Weselnizkaja damit begründete, schädliche Informationen über die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton erlangen zu wollen. „Wenn es das ist, was Sie sagen, liebe ich es“, schrieb er in einer der E-Mails.

Laut der „New York Times“ hat Muellers Team schon mehrere Mitarbeiter des Weißen Hauses dazu befragt, wie die Stellungnahme des Präsidentensohns zustande gekommen ist und ob Trump den Vorgang „direkt beaufsichtigte“.

Trump weist den Vorwurf heimlicher Absprachen mit Moskau und einer Behinderung der Justiz zurück. Seine Anwälte verhandeln derzeit mit dem Sonderermittler darüber, in welcher Art und Weise die geplante Vernehmung des Präsidenten stattfinden soll. Möglich ist, dass Trump sich direkt mit dem Sonderermittler trifft oder dessen Fragen lediglich schriftlich beantwortet - oder dass es eine Kombination beider Varianten gibt.


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