Europas Leitbörsen im Frühhandel fester

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich nach guten Vorgaben aus den USA und Tokio ebenfalls mit einheitlich positiver ...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich nach guten Vorgaben aus den USA und Tokio ebenfalls mit einheitlich positiver Tendenz gezeigt. Im Fokus der Märkte ist weiter die voll angelaufene Unternehmensberichtssaison.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.00 Uhr mit plus 0,53 Prozent oder 19,01 Punkte bei 3.628,30 Einheiten. Der DAX in Frankfurt stieg 0,68 Prozent oder 89,66 Zähler auf 13.279,14 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,23 Prozent oder 17,02 Einheiten auf 7.550,57 Punkte.

Bei den Konjunkturdaten stehen in Europa die Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes zur Veröffentlichung an. In Deutschland blieb der Index für den Monat Jänner mit einem Wert von 61,1 Zählern etwas hinter den Erwartungen. Volkswirte hatten unterdessen mit einem Anstieg auf 61,2 Punkte gerechnet.

Von der Zinssitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch in den USA kamen keine zusätzlichen Impulse. Geldpolitische Veränderungen gab es wie erwartet nicht. In den USA werden am Donnerstagnachmittag zudem aktuelle Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht.

Bei den Einzelwerten an den europäischen Börsen ist die Berichtssaison der Hauptimpulsgeber. Steigende Preise haben dem Öl- und Gasmulti Shell im vergangenen Jahr einen kräftigen Gewinnschub beschert. Unter dem Strich erwirtschaftete das Unternehmen einen Überschuss von knapp 13 Milliarden Dollar, 184 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Bei Investoren war die Aktie am Donnerstag in London dennoch nicht gefragt - sie verlor 1,20 Prozent.

Der britische Telekomkonzern Vodafone hat hingegen im abgelaufenen Quartal erneut etwas weniger zugelegt als von Experten erwartet. Bei den Papieren stand darauf ein Minus von 1,05 Prozent zu Buche.

Dank neuer Absatz-Bestwerte hat der Autobauer Daimler auch bei Umsatz und Ergebnis noch einmal zugelegt. In einem von Dieseldebatten und Kartellvorwürfen geprägten Jahr 2017 verbuchte der Stuttgarter Konzern einen Umsatz von 164,3 Milliarden Euro - 7 Prozent mehr als im Jahr 2016. Auch die Dividende soll kräftig steigen. Bei Daimler-Papieren gab es daraufhin in Frankfurt ein Plus von 0,39 Prozent.

Die spanische Großbank BBVA ist zum Jahresende dank guter Geschäfte in Mexiko überraschend nicht in die roten Zahlen gesackt. Statt des von Analysten erwarteten Quartalsverlusts verbuchte das Geldhaus im letzten Jahresviertel einen Überschuss von 70 Millionen Euro. Die Aktie verteuerte sich daraufhin in Madrid um 0,89 Prozent.

Auch bei der niederländisch-britischen Unilever gab es Zahlen. Der Umsatz des Konsumgüterkonzerns legte 2017 um fast 2 Prozent auf 53,7 Milliarden Euro zu. Die Anteilsscheine notierten an der Börse in Amsterdam 0,41 Prozent im Plus.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA138 2018-02-01/10:21


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