Energie-Modellregion geht verstärkt in die Zukunft

Alle 24 Gemeinden des Bezirkes sind auch in den nächsten drei Jahren Teil der KEM-Region, Wildermieming ist neu hinzugekommen.

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Von Agnes Dorn

Roppen –Bei der Weiterführung der Klima- und Energiemodellregion (KEM) gibt es ein paar Änderungen, wie Projektmanagerin Gisela Egger beim ersten Treffen der Steuerungsgruppe ausführt: „Das Regionalmanagement Imst ist nicht mehr wie bisher Projektträger, sondern diese Funktion haben nun alle Gemeinden übernommen. Als Leadergemeinde hat sich Roppen zur Verfügung gestellt.“

Dass das dreijährige Programm für die Kommunen neuerdings nicht mehr kostenlos zur Verfügung steht, sondern mit 25 Prozent cofinanziert werden muss, sieht Steuerungsmitglied und Bürgermeister von Stams Franz Gallop gelassen: „Das sind 40 bis 50 Cent pro Einwohner.“ Sein Roppener Amtskollege Ingo Mayr ergänzt: „Die Gemeinden haben hier Vorbildwirkung und bei ihnen liegt auch besonders großes Einsparungspotenzial. Es wäre außerdem ein Widerspruch, wenn eine e5-Gemeinde nicht bei der KEM wäre.“

Neu zur Steuerungsgruppe hinzugekommen ist auch Barbara Erler-Klima von Energie-Tirol. Ihre Aufgabe wird es sein, die Fortschritte der KEM Imst anhand eines Katalogs zu überprüfen und dem Management beratend zur Seite zu stehen: „Der Katalog wurde von den e5-Institutionen erstellt. Er ist zwar österreichweit gleich, wird aber auf die Regionen abgestimmt.“ Die neuen Maßnahmen der KEM bis 2020 reichen vom reinen Projektmanagement für die Energieteams in den Gemeinden und deren Vernetzung über Öffentlichkeitsarbeit und Beratungsangeboten bis hin zu ganz konkreten Projekten: Anhand eines Pilotprojekts sollen zum Beispiel bei der Planungsbegleitung eines energieeffizienten Neubaus ein Leitfaden für nachfolgende Neubau-Projekte erstellt sowie Vergleichsdaten erhoben werden, die es kommunalen Häuslbauern schon bei der Planung durch eine unabhängige Stelle erleichtern sollen, energieeffiziente Maßnahmen besser einzusetzen.

Wie hoch im Bezirk das Potenzial zur Steigerung der Effizienz bereits vorhandener Kleinwasserkraftwerke ist, soll nun ebenfalls evaluiert werden, wie Egger ausführt: „Mit geringen Adaptierungen kann bei bestehenden Kleinwasserkraftwerken eine 70-prozentige Steigerung erreicht werden. Im Bezirk gibt es vermutlich über 80 Bestandsanlagen. Welche davon eventuell ausbaufähig sind, möchte ich nun untersuchen“.


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