Italien-Wahl - Bonino sieht Regierung Renzi-Berlusconi als Lösung

Rom (APA) - Italiens Ex-Außenministerin Emma Bonino hält eine Regierung aus der Demokratischen Partei um Matteo Renzi und der Forza Italia u...

Rom (APA) - Italiens Ex-Außenministerin Emma Bonino hält eine Regierung aus der Demokratischen Partei um Matteo Renzi und der Forza Italia um Silvio Berlusconi als wahrscheinlichste Lösung, um dem Land nach den Parlamentswahlen am 4. März Stabilität zu sichern. Die jetzige Mitte-Rechts-Allianz aus Forza Italia und der ausländerfeindlichen Lega werde ihrer Ansicht nach nicht halten.

Obwohl sowohl Berlusconi als auch Renzi immer wieder die Absicht einer gemeinsamen Regierung bestreiten, sei dies keine Neuigkeit in Italien. Beide Parteien hatten sich bereits gemeinsam an der Regierung von Enrico Letta (2013-2014) beteiligt.

„In der Mitte-Rechts-Allianz gibt es zu viele Unterschiede zwischen Berlusconi und Lega-Chef Matteo Salvini, der zuletzt noch sezessionistisch orientiert war. Bis vor kurzem wollte Salvini noch Norditalien an Österreich anschließen. Jetzt hat er, glaube ich, seine Meinung geändert“, betonte Bonino, die mit ihrer Europa-treuen Bewegung „Piu Europa“ (Mehr Europa) mit Renzis PD am Wahlkampf teilnimmt.

Der Wahlausgang sei laut Bonino eher unvorhersehbar. Das Wahlsystem, eine Mischung aus Mehrheitswahlrecht und Proporzsystem sei „durchaus kompliziert“.


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