Türkische Armee: 790 Kämpfer bei Afrin-Offensive „neutralisiert“

Ankara (APA) - Insgesamt 790 Kämpfer sind nach Angaben des türkischen Generalstabs vom Donnerstag seit Beginn der türkischen Militärinterven...

Ankara (APA) - Insgesamt 790 Kämpfer sind nach Angaben des türkischen Generalstabs vom Donnerstag seit Beginn der türkischen Militärintervention „Operation Olivenzweig“ in Syrien „neutralisiert“ worden. Das berichtet die Zeitung „Hürriyet Daily News“. Der von den türkischen Militärs verwendete Begriff „neutralisiert“ bedeutet, dass die Kämpfer entweder getötet oder gefangen genommen wurden.

In den vergangenen 24 Stunden seien 78 „Terroristen“ der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), der syrisch-kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und des Islamischen Staates (IS) „neutralisiert“ worden, hieß es in einer Erklärung der Armee. Zudem seien 18 terroristische Ziele bei nächtlichen Luftschlägen zerstört worden.

Die Türkei hatte die umstrittene „Operation Olivenzweig“ zusammen mit der „Freien Syrischen Armee“ (FSA) am 20. Jänner gestartet, um den nordwestsyrischen Grenzbezirk Afrin von mit der PKK verbundenen YPG-Kämpfern zu „säubern“. Nach Darstellung des türkischen Generalstabs soll damit „Sicherheit und Stabilität entlang der Grenze zur Türkei“ hergestellt werden.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte am Mittwoch die Türkei im Hinblick auf ihre Militäroffensive in Syrien vor einer „Invasion“ gewarnt. Diese Sichtweise sei von Anfang an verkehrt, meinte am selben Tag der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim bei einer Pressekonferenz. Die ganze Welt wisse, dass die Türkei nicht mit der Absicht agiere, eine Invasion zu starten.


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