Landbauer für FPÖ-Landeschef „integre, honorige Persönlichkeit“

St. Pölten (APA) - Niederösterreichs FPÖ-Landeschef Walter Rosenkranz hat den am Donnerstag von allen politischen Ämtern zurückgetretenen Ud...

St. Pölten (APA) - Niederösterreichs FPÖ-Landeschef Walter Rosenkranz hat den am Donnerstag von allen politischen Ämtern zurückgetretenen Udo Landbauer als „integre, honorige Persönlichkeit“ bezeichnet. Er „zolle hohen Respekt für den Schritt“ des Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl. Die Entscheidung sei „schwer zu verdauen“ und habe ihn auch betroffen und nachdenklich gemacht, so Rosenkranz.

Der Landesobmann verwies in einem Statement im Landtagsklub darauf, dass Landbauer bei der Wahl 40.000 Vorzugsstimmen erhalten habe. Der 31-Jährige habe ihm am Donnerstagvormittag mitgeteilt, dass er den medialen Druck, die Kampagne, ja die „Hexenjagd“ nicht mehr aushalte, die auch seine Familie erreicht habe. Weil das Haus in Wiener Neustadt belagert worden sei, habe die Freundin des 31-Jährigen sogar über den Gartenzaun flüchten müssen.

Aus der Sicht von Rosenkranz hat sich Landbauer, der in Zusammenhang mit der NS-Liedgut-Affäre bei der Burschenschaft Germania gebracht wird, „nichts zuschulden“ kommen lassen. Er sei auch „überzeugt“, dass der 31-Jährige „reingewaschen wird“, so der Landesobmann. „Die freiheitliche Familie steht voll und ganz hinter ihm.“ Landbauer sei „ein großes politisches Talent“. Er sei „eine große Stütze“ gewesen, werde „zu Unrecht in den Schmutz gezogen“ und „hat sich nichts vorzuwerfen“. Es gebe eine „mediale Hatz“ gegen Landbauer, so Rosenkranz.

Was das freiheitliche Mitglied in der niederösterreichischen Landesregierung angehe, sei mit der Nominierung von Gottfried Waldhäusl „die Tür aufgemacht“ worden, erläuterte der Landesobmann. Die Entscheidung sei in der Landespartei gefallen, aber selbstverständlich „mit dem Bund kommuniziert“ gewesen.

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In der künftigen Landesregierung sollen freiheitliche Ideen umgesetzt werden, so Rosenkranz. Die FPÖ werde auch in Gespräche über ein Arbeitsübereinkommen mit der ÖVP eintreten. Waldhäusl als künftiger Landesrat sei eine „gute Lösung“, der bisherige Klubobmann ein „erfahrener Landespolitiker“. Es falle ein Startschuss, die FPÖ wolle mit der ÖVP verhandeln, das Ergebnis sei freilich offen.

Auch der designierte Landesrat Waldhäusl sagte am Donnerstagnachmittag im freiheitlichen Landtagsklub, dass ein Arbeitsübereinkommen mit der ÖVP in der Landesregierung geplant sei. Dass er zur Verfügung stehe, sei „eine Entscheidung für Niederösterreich und für die eigene Partei, obwohl die private und politische Lebensplanung anders ausgeschaut hat“. Er wolle „konstruktive Arbeit“ in die Landesregierung einbringen, betonte Waldhäusl. Arbeitsgespräche mit der ÖVP würden am 15. Februar beginnen.

~ WEB http://www.fpoe.at ~ APA390 2018-02-01/14:42


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