Olympia: Bei Winterspielen in Pyeongchang gibt es Rekordzahl an Gold

Pyeongchang/Wien (APA) - Am 9. Februar werden im 35.000 Zuschauer fassenden Olympiastadion in Hoenggye die bis 25. dauernden XXIII. Olympisc...

Pyeongchang/Wien (APA) - Am 9. Februar werden im 35.000 Zuschauer fassenden Olympiastadion in Hoenggye die bis 25. dauernden XXIII. Olympischen Winterspiele von Pyeongchang eröffnet. Bei Minustemperaturen wird Anna Veith für Österreich als Fahnenträgerin einmarschieren. Die Rekordzahl von 102 Medaillenentscheidungen steht auf dem Programm, unter den 2.925 Sportlern aus 92 Ländern starten 105 Athleten für Rot-Weiß-Rot.

Von den Entscheidungen sind 51 bei den Herren, 44 bei den Damen und 7 Mixed im Programm. Neu sind der gemischte Teambewerb im Alpinski, das Mixed-Doppel im Curling, die Massenstart-Bewerbe bei Damen und Herren im Eisschnelllauf, sowie im Snowboard Big Air für Damen und Herren. Gestrichen wurden die beiden Parallelslaloms im Snowboard, wo Österreich mit Julia Dujmovits eine Titelverteidigerin gehabt hätte. 1,18 Millionen Karten wurden aufgelegt, der Kartenverkauf lag zuletzt bei noch unter 80 Prozent.

Im Gebiet um das auf 700 Metern liegende Herzstück „Alpensia“ - die Koreaner nennen das die glücklichen 700, weil auf dieser Seehöhe das Leben besonders lebenswert sein soll - im Mountain-Cluster sind die nordischen Sportstätten, der Eiskanal, das Olympische Dorf von Yongpyong, das Olympiastadion und das Österreich-Haus innerhalb von zehn Minuten erreichbar. Jeweils circa 45 Minuten entfernt liegen Bokwang (Snowboard, Ski-Freestyle) und Jeongseon (Alpin/Speedstrecken) sowie der „Coastal Cluster“ in Gangneung, wo die Hallen-Eisbewerbe in Szene gehen. Dort wurde ein zweites Olympisches Dorf errichtet.

Mit Alpin-Superstar Marcel Hirscher und Snowboard-Freestylerin Anna Gasser schickt das Österreichische Olympische Komitee zwei prognostizierte Goldbanken ins Rennen. 2014 in Sotschi gab es 17 Medaillen für Österreich (4 x Gold, 8 x Silber, 5 x Bronze). „Wir wären natürlich sehr glücklich, wenn wir in die Nähe von Sotschi kommen würden. Das wäre eine gewisse Erwartungshaltung, aber keine Vorgabe“, sagte ÖOC-Präsident Karl Stoss. Athleten aus dem Skiverband (ÖSV), Rodelverband (ÖRV), Bob- und Skeletonverband (ÖBSV), Eiskunstlaufverband (ÖEKV) und Eisschnelllaufverband (ÖESV) haben sich qualifiziert. 54 von den 105 haben bisher noch keinen Olympiabewerb bestritten.

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Als Signal des Friedens wird gewertet, dass Nordkorea mit 22 Athleten bei den Winterspielen in Südkorea vertreten sein wird, im Frauen-Eishockeyteam sind Spielerinnen aus Nord und Süd vereint. „Heute ist ein großer Tag, weil der olympische Geist beide Seiten zusammengebracht hat“, hatte Thomas Bach, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) verkündet, nachdem am 20. Jänner nach einem Treffen mit Vertretern beider Länder in Lausanne die endgültige Teilnahme von Nordkorea abgesegnet worden war.

Bei der Eröffnungsfeier werden die Delegationen beider Länder unter dem Namen Korea und mit der „Vereinigungs-Flagge“ in das Stadion einmarschieren, sie zeigt die koreanische Halbinsel in Blau vor weißem Hintergrund. Auch Künstler und Funktionäre aus Nordkorea werden während der Spiele in den Süden entsandt.

Wegen systematischen Dopings in der Vergangenheit ist Russland von den Winterspielen in Südkorea ausgeschlossen. 169 Athleten werden an den Wettkämpfen aber unter neutraler IOC-Flagge als „Olympische Athleten aus Russland“ (OAR) antreten. 500 Athleten wurden überprüft, nur rund ein Drittel erfüllte die strikten Konditionen des IOC. Etliche prominente Namen fehlen.

Einen herben Dämpfer kassierte das Internationale Olympische Komitee am Donnerstag, als der Internationale Sportgerichtshof CAS die lebenslangen Sperren gegen 28 russische Wintersportler aufgehoben hat. Die vom IOC gegen diese Athleten verhängten Sanktionen wurden wegen nicht ausreichender Beweise annulliert, Einladung zu den Spielen in Korea erhalten sie aber nicht.

Vor Beginn der Spiele tagt in Pyeongchang das IOC, von 3. bis 5. Februar die Exekutive, am 6. und 7. die Session. Auch Stoss wird daran teilnehmen, er stiegt am Donnerstag in den Flieger nach Seoul. „Es geht auch um mögliche neue Bewerbe 2022 in Peking, Skibergsteigen könnte kommen“, sagte Stoss.


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