Weltretter ward im Stubaital geboren

Zum zweiten Mal verwandelte sich der Hang des Sonnenberglifts in Milders in eine beeindruckende Naturkulisse für die multimediale Tanzshow „Gaia“. Rund 2500 Zuschauer sahen am Donnerstag die Neuauflage.

Fulminant endet die Geschichte rund um die Befreiung der Welt.
© TVB Stubai

Von Denise Daum

Neustift –Beklemmend beginnt das multimediale Spektakel „Gaia“. Szenen wie aus der Filmtrilogie Matrix; Szenen, die an die Machtübernahme im Dritten Reich erinnern; Szenen, die einen in Schrecken versetzen, die den Puls nach oben treiben. Die Vernichtung der Welt und die Versklavung der Menschheit stehen am Anfang von Enrique Gasa Valgas Neuauflage von „Gaia – Stubai Mutter Erde“. Aus dieser Welt der totalen Kälte, Kontrolle und Überwachung gelingt einer schwangeren Frau mit der göttlichen Hilfe von Mutter Erde („Gaia“) die Flucht. Am letzten Rückzugsort der Welt – im Stubaital – wächst ihr Sohn auf. Er schöpft Kraft durch die beeindruckende Schönheit des Tals, die in fantastischen Bildern eingespielt wird. Die Landschaftsbilder schenken Ruhe und Geborgenheit. Vergessen ist die Beklemmung der Schreckensherrschaft. Als der Sohn zu einem starken Mann herangewachsen ist, bricht er auf und zieht in den Kampf gegen das System. Unterstützt von Mutter Erde gewinnt er diesen Kampf – und rettet so die Welt.

Mit fantastischen Lichteffekten wurde der verschneite Skihang in Milders bei „Gaia – Stubai Mutter Erde“ bespielt.
© TVB Stubai

Mit imposanter, vielfältiger Musik, ausdrucksstarker Tanzperformance, Laser- und Lichtinstallationen sowie Video­sequenzen wird die tief verschneite Naturkulisse beim Sonnenberg­lift für alle Sinne bespielt. Der Zuschauer erlebt während der einstündigen Vorführung ein Wechselbad der Gefühle: von berührt, verträumt bis irritiert.

„Ich bin überwältigt. Es macht mich stolz und glücklich, wenn ich die vielen Menschen sehe, die mit uns, mit dem Team, dieses Erlebnis gefeiert haben“, zeigt sich Choreograf Gasa Valga gerührt. Auch beim Tourismusverband Stubai – der den Event finanziert hat – fällt das Resümee positiv aus. Rund 2500 Besucher wurden gezählt. „Es war ein gelungener Abend, das Feedback der Zuschauer war sehr gut“, freut sich TVB-Obmann Sepp Rettenbacher. Bewährt habe sich, dass gegenüber der Vorjahresaufführung der Inhalt besser erklärt wurde. Eine Fortsetzung für 2019 sei noch offen.

Ein hasserfülltes, faschistisches Regime ergreift zu Beginn der Aufführung die Macht. Der Schneefall trägt das Seine zur Inszenierung bei.
© TVB Stubai
Mutter Erdes göttliche Unterstützung kommt in Form von ausdrucksstarkem Gesang.
© TVB Stubai

TT-ePaper gratis testen und 20 x € 100,- Einkaufsgutscheine gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch


Kommentieren


Schlagworte