Europas Leitbörsen am Vormittag weitgehend schwächer

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Freitagvormittag weitgehend mit deutlich schwächerer Tendenz gezeigt. Der E...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Freitagvormittag weitgehend mit deutlich schwächerer Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.10 Uhr mit minus 0,84 Prozent oder 30,03 Punkte bei 3.547,32 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel um 0,87 Prozent oder 113,21 Zähler auf 12.890,69 Punkte. In London gab der FTSE-100 mit minus 0,12 Prozent oder 8,65 Einheiten auf 7.481,74 Punkte nach.

Erneut belasteten der starke Kurs des Euro sowie höhere Renditen bei Staatsanleihen. Die Vorgaben aus Asien und von der Wall Street waren gemischt ausgefallen und konnten so keine positiven Impulse liefern. Aus Europa werden heute keine entscheidenden Konjunkturdaten erwartet. Erst am Nachmittag wird in den USA der Arbeitsmarktbericht für den Jänner veröffentlicht. Ihm wird eine größere Bedeutung beigemessen.

Bei den Einzelwerten sorgten Geschäftszahlen und Unternehmensnachrichten für Bewegung. Die Deutsche Bank hat auch im dritten Jahr unter John Cryan rote Zahlen geschrieben. Knapp eine halbe Milliarde Euro Verlust stand Ende 2017 in den Büchern, wie Deutschlands größtes Geldhaus mitteilte. 2015 hatte die Deutsche Bank ein Rekordminus von rund 6,8 Mrd. Euro verbucht, für 2016 summierte sich das Minus auf 1,4 Mrd. Euro. Im Eröffnungshandel ging es für die Papiere der Deutschen Bank um 5,59 Prozent nach unten und belegten mit Abstand den letzten Platz im Euro-Stoxx-50.

Der finnische Netzwerkausrüster und frühere Handyriese Nokia hatte am Donnerstag ebenfalls einen deutlichen Verlust von 1,5 Milliarden Euro für das Jahr 2017 präsentiert. Trotzdem tendierten Nokia gestern mit einem deutlichen Aufschlag. Heute Vormittag konnten sich Nokia-Aktien erneut mit einem Plus von 2,31 Prozent an die Spitze des Leitindex für die Eurozone setzen.

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Gefolgt wurden Nokia von den Anteilsscheinen der Deutschen Post (plus 0,83 Prozent), die zunächst der stärkste Wert im Frankfurter DAX waren. Die französische Großbank Societe General (SocGen) hat ihre Berichterstattung über die Aktien des deutschen Logistikkonzerns mit „Buy“ und einem Kursziel von 48 Euro aufgenommen. Die Analysten schätzen den defensiven Charakter der Aktie. Basierend auf dem starken Cashflow und der soliden Bilanz sehen sie eine Chance auf steigende Rückflüsse an die Aktionäre. Bei den Zielen der Deutschen Post für 2020 hält die SocGen eine positive Überraschung für möglich.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA148 2018-02-02/10:24


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