Hütter über Olympia 2014: „War maßlos überfordert“

Eine Olympia-Abfahrt sei mit alle ihren Eindrücken und Emotionen nicht mit einem normalen Weltcup-Rennen zu vergleichen, sagt Cornelia Hütter und will sich in Pyeongchang nicht vom „Fieber“ anstecken lassen.

© gepa

Garmisch-Partenkirchen – Ski-Alpin-Ass Cornelia Hütter hat zugegeben, auf ihre ersten Olympischen Spiele vor vier Jahren mental nicht vorbereitet gewesen zu sein. „In Sotschi war ich einfach maßlos überfordert. Da hat mich das Olympiafieber so mitgenommen“, sagte die Speed-Medaillenhoffnung. Dieses Mal wolle sie sich von dem Trubel nicht anstecken lassen. „Heuer habe ich gesagt, ich bin tiefenentspannt.“

Die Palette an Eindrücken und Emotionen, die bei den Spielen auf einen zukommt, sei mit dem normalen Rennalltag im Ski-Weltcup nicht vergleichbar. „Man lässt sich da auch so leicht ablenken von anderen Sportlern und anderen Sportarten. Du kriegst Sachen mit, die du sonst einfach so nicht verfolgst. Eigentlich interessiert es dich nicht, weil du dich eh nicht auskennst, und auf einmal bist du mittendrin“, meinte Hütter.

„Du siehst einfach so viele andere Sachen. Das war definitiv für mich kurzfristig einmal zu viel dann“, berichtete die Steirerin, die 2014 in der Abfahrt den 24. Platz belegte. „Es klingt leicht, das wie ein ganz normales Rennen zu sehen, aber das ist nicht so einfach. Aber mit der Erfahrung, die ich in Sotschi gesammelt habe, glaube ich, gelingt mir das heuer sicher.“

Vom Virus Olmypia angesteckt

Schon vor der Abreise nach Russland habe sich die heute 25-Jährige vom Virus Olympia anstecken lassen. „Das hat bei der Verabschiedung in Wien und dem ganzen Drumherum angefangen. Heuer bin ich da ganz gemütlich hingegangen, und habe gewusst, wie es abläuft. Damals war halt immer die Frage: Was machen wir jetzt?“, erzählte Hütter. „Es waren immer so viele Leute da und dort, es war einfach alles anders. Heuer habe ich gesagt, ich bin tiefenentspannt, das passt dann.“

TT-ePaper gratis testen und 20 x € 100,- Einkaufsgutscheine gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch

Ganz ausblenden hat sie das Thema Olympia bei den Wien-Terminen in der Vorwoche aber doch nicht können. „Jeder hat von Olympia geredet, da war es wirklich kurz sehr präsent, aber das hat sich nachher wieder gelegt“, sagte Hütter, für die das Weltcup-Wochenende in Garmisch-Partenkirchen jetzt oberste Priorität hat.

Am Freitag der kommenden Woche geht es für die Sportlerin mit dem Flieger nach Südkorea. Montag und Dienstag ist zunächst einmal Entspannung im eigenen Zuhause angesagt. „Konditraining, Physio, zusammenpacken, nichts vergessen“, lautet dann der Plan für Mittwoch und Donnerstag. Die ausgefasste Olympia-Kleidung gefalle ihr sehr gut. „Es gibt so einen grauen Parka“, hat Hütter auch schon ein persönliches Lieblingsteil in der Kollektion gefunden. (APA)


Kommentieren


Schlagworte