Felix Mitterer wird 70: Geburtstag auf der Bühne und ORF-Schwerpunkt

Wien (APA) - Den Abend seines 70. Geburtstags verbringt Felix Mitterer auf der Bühne: Am Dienstag (6.2.) spielt der Autor im Theater in der ...

Wien (APA) - Den Abend seines 70. Geburtstags verbringt Felix Mitterer auf der Bühne: Am Dienstag (6.2.) spielt der Autor im Theater in der Josefstadt zum letzten Mal Kafkas „Ein Bericht für eine Akademie“ und wird anschließend bei einem Fest für geladene Gäste in den Sträußelsälen gefeiert. Auch ein großer ORF-Schwerpunkt ist dem Dichter gewidmet. Im Innsbrucker Treibhaus wird erst am 20. März gefeiert.

„In den 70er-Jahren sah ich diese Aufführung im Fernsehen und konnte sie nie mehr vergessen. Und wollte den Affen unbedingt eines Tages selbst auf der Bühne verkörpern“, erinnert sich Mitterer an das von vielen bekannten Darstellern verkörperte Kafka-Solo. „Damals spielte ich aber dann als erste Rolle meinen eigenen Affen, den angeblich geistig behinderten Buben in ‚Kein Platz für Idioten‘. Und schob Kafkas Affen Jahrzehnte vor mir her. Bevor es zu spät war, machte ich ihn.“ 2012 hatte Mitterer als Affe Rotpeter bei den Tiroler Volksschauspielen Telfs Premiere. „Meine letzte Rolle. Und nun an der Josefstadt die letzte Vorstellung.“

Am 15. März hat dann an der Josefstadt das Mitterer-Stück „In der Löwengrube“ in der Regie von Stephanie Mohr Premiere. Fünf Tage später steht dann im Treibhaus „Ein Fest für & mit Felix“ auf dem Programm: „Felix Mitterer erzählt aus seinem Leben und die Musi spielt dazu.“ Die Musik steuern Sigi Haider und Juliana Haider bei, Moderator ist Mitterers langjähriger Verleger und heutiger Lektor Michael Forcher. Er schreibt im Vorwort zu Mitterers soeben im Haymon Verlag erschienener Autobiografie „Mein Lebenslauf“: „Es ist ein Geburtstagsgeschenk, das einmal nicht der Jubilar bekommt, sondern das Du uns zu Deinem Siebziger machst. Uns allen. Denn es wird jeder etwas darin finden, das ihn interessiert, berührt, das Verständnis für Dein Schaffen vertieft und neugierig macht auf Neues.“

Für ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner zählt Mitterer „zu den Größten der österreichischen Literatur und ist seit Jahrzehnten nicht mehr aus der Kulturszene wegzudenken. Mit seinen gesellschaftskritischen Texten war er oft seiner Zeit voraus.“ Deshalb widmet der ORF dem Dramatiker, Drehbuchautor und Schauspieler, dessen „Piefke-Saga“ einst die Wogen hochgehen ließ, einen großen Programmschwerpunkt in Radio und Fernsehen.

Morgen, Samstag (3. Februar) ist in ORF 2 um 11.30 Uhr die 2008 entstandene Satire „Der Bär ist los! Die Geschichte von Bruno!“ zu sehen, zu der Felix Mitterer ebenso das Drehbuch verfasste wie für die Verfilmung von Marie von Ebner-Eschenbachs „Krambambuli“ (13.25 Uhr). In beiden Fällen führte Xaver Schwarzenberger Regie. Um 15 Uhr folgt Mitterers Drama“Die Heilerin“ mit Ruth Drexel unter der Regie von Holger Barthel. Am 5. Februar gibt es im „kulturMontag“ das neue Filmporträt „Ich bin ein Glückskind - Felix Mitterer im Gespräch mit Susanna Schwarzer“ (23.30 Uhr, ORF 2). Danach folgt mit „Lohn der Arbeit“ (0.00 Uhr) ein Tirol-“Tatort“ aus der Feder Mitterers. Am 9. (22.40 Uhr) und 10. Februar (22.25 Uhr) strahlt ORF 2 noch einmal den Vierteiler „Die Piefke-Saga“ aus, am 27. Februar begrüßt Heinz Sichrovsky Mitterer in der Literatursendung „erLesen“ (20.15 Uhr auf ORF III).

Ö1 gratuliert Felix Mitterer mit drei Sendungen – der Hörspielfassung von „Ein Bericht für eine Akademie“ am 3. Februar (14 Uhr), „Gedanken“ am 4. Februar (9.05 Uhr) und dem „Ö1 Klassik-Treffpunkt“ am 17. Februar (10.05 Uhr), der live aus dem ORF RadioCafe gesendet wird.

(B I L D A V I S O – Pressebilder stehen unter https://www.josefstadt.org/presse/fotos/theater-in-der-josefstadt/fe lix-mitterer-70-ein-bericht-fuer-eine-akademie-62.html zum Download bereit.)

~ WEB http://orf.at ~ APA227 2018-02-02/12:04


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