Mehr als 200 verwahrloste Hunde aus Haus von Züchterin befreit

Tierschützer sprachen von einem „außergewöhnlichen und besonders abschreckenden Fall“. Die Hunde seien in einem miserablen Zustand gewesen.

(Symbolbild)
© pixabay

Prag – Die Behörden in Tschechien haben mehr als 200 völlig verwahrloste Hunde aus dem Haus einer Züchterin befreit. Die Tiere, darunter viele Chihuahuas, seien in dem älteren Einfamilienhaus in der Stadt Kamenice nad Lipou in Käfigen gehalten worden, berichtete der öffentlich-rechtliche tschechische Rundfunk am Freitag. Die Hunde seien auf Tierheime im ganzen Land verteilt worden.

Die staatliche Veterinärbehörde SVS sprach in einer Mitteilung von einem „außergewöhnlichen und besonders abschreckenden Fall“. Die Exkremente seien nicht entsorgt worden, die Hunde hätten an Haut- und Parasitenerkrankungen gelitten. Die Behörde warnte eindringlich vor dem Kauf von Hunden bei anonymen Züchtern über das Internet.

Tierschützer kämpfen seit Jahren gegen den illegalen Welpenhandel. Oft werden junge Hunde aus Zuchtfabriken und Hinterhöfen in Mittelost- und Südosteuropa für viel Geld nach Deutschland verkauft. Ob dies auch in diesem Fall so war, war zunächst nicht bekannt. (dpa)

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