Behinderte: Kritik am Regierungsprogramm auch von SPÖ und NEOS

Wien (APA) - SPÖ und NEOS haben die Kritik von Behindertenvertretern und Volksanwaltschaft am Regierungsprogramm aufgegriffen. „Lohn statt T...

Wien (APA) - SPÖ und NEOS haben die Kritik von Behindertenvertretern und Volksanwaltschaft am Regierungsprogramm aufgegriffen. „Lohn statt Taschengeld“, forderte SPÖ-Behindertensprecherin Ulrike Königsberger-Ludwig. Verärgert zeigte sich NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker über die Pläne der Regierung.

Für Königsberger-Ludwig zeigt das Regierungsprogramm „das Menschenbild dieser schwarz-blauen Bundesregierung, „sie bewegt sich wieder in Richtung Charity und Almosen“. Menschen mit Behinderung sollten das Recht auf Arbeit und somit das Recht auf ihren eigenen Lebensunterhalt haben. „Die schwarz-blaue Almosenpolitik ist rückschrittlich und widerspricht einem emanzipierten, eigenständigen Leben“, so die SPÖ-Sprecherin für Menschen mit Behinderung.

Loacker forderte eine ernst zu nehmende Aktualisierung des Nationalen Aktionsplans für Menschen mit Behinderung und lehnte die Pläne, Taschengeld in Einrichtungen für Beschäftigungstherapie und geschützten Werkstätten erhöhen zu wollen. „Hier zeigt sich deutlich das Menschenbild dieser Regierung. Auch weiterhin Taschengeld, wie es eigentlich nur Kinder bekommen, an erwachsene Menschen auszahlen zu wollen, ist ein Schlag ins Gesicht und diskriminierend für alle Betroffenen,“ so Loacker.

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