Öl von Tanker-Unglück könnte laut Greenpeace Japan bedrohen

Shanghai/Tokio (APA/dpa) - Das Öl aus einem im Jänner gesunkenen Tanker könnte nach Greenpeace-Angaben bereits die südlichen Inseln Japans e...

Shanghai/Tokio (APA/dpa) - Das Öl aus einem im Jänner gesunkenen Tanker könnte nach Greenpeace-Angaben bereits die südlichen Inseln Japans erreicht haben. Die Umweltorganisation teilte am Freitag mit, man sei besorgt wegen der Risiken für die Umwelt sowie die Gesundheit von Mensch und Tier.

„Für Wale und Vögel besteht ein hohes Risiko, und auch Fische können kontaminiert sein“, erklärte Paul Johnston von der Greenpeace-Wissenschaftsabteilung. Wenige Tage nach dem Zusammenstoß mit einem anderen Frachter war der iranische Öltanker „Sanchi“ Mitte Jänner gesunken.

Dabei sollen nach letzten amtlichen Angaben 113.000 Tonnen Leichtöl und 1.000 Tonnen Schweröl ausgelaufen sein. Ein Teil dieses Öls sei möglicherweise schon am vorigen Sonntag an den Ufern der Insel Takarajima entdeckt worden, erklärte Greenpeace. Gewissheit sollen Tests bringen, bei dem Proben von den Inseln mit Öl vom Unglücksort verglichen werden.

Der Tanker war am 6. Jänner rund 300 Kilometer östlich von Shanghai mit dem Getreidefrachter „CF Crystal“ zusammengestoßen und in Brand geraten. Bei dem Unglück kamen 32 Seeleute ums Leben. 21 weitere Besatzungsmitglieder des Frachters konnten gerettet werden.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

TT ePaper

Kommentieren