Olympia: Weißer Tiger „Soohorang“ ist Maskottchen in Pyeongchang

Wien/Pyeongchang (APA) - 50 Jahre ist es her, dass bei den Olympischen Spielen 1968 in Grenoble, damals noch inoffiziell, erstmals ein Masko...

Wien/Pyeongchang (APA) - 50 Jahre ist es her, dass bei den Olympischen Spielen 1968 in Grenoble, damals noch inoffiziell, erstmals ein Maskottchen das größte Winter-Sportfest begleitete. Seit jenem Cartoon mit blauen Ski und dem Namen „Schuss“ hat die Kommerzialisierung des Olympia-Ereignisses auch eine rasante Entwicklung genommen. In Pyeongchang lächelt der weiße Tiger „Soohorang“ Fans und Athleten an.

Zwar gibt es für anschließenden Paralympics mit „Bandabi“ - ein asiastischer Schwarzbär - auch wieder ein eigenes Maskottchen, doch auffällig ist, dass es pro Ereignis nur noch je ein Maskottchen gibt. Für Sammler und Eltern, die mit ihren Kindern vor Ort zu den Events gehen, eine finanzielle Entlastung. Denn in Sotschi 2014 und Vancouver 2010 gab es jeweils sogar drei dieser „Botschafter“ aus Stoff.

„Soohorang“ setzt sich aus den Wörtern „Sooho“ (koreanisch für Schutz) und dem aus „ho-rang-i“ abgeleiteten „rang“ für Tiger zusammen. Außerdem schaffte man mit „rang“ einen Bezug zum Lied „Jeongseon Arirang“. Diese Variation eines Volksliedes wird bei Großveranstaltungen im Sport für gesamtkoreanische Mannschaften als Ersatz für die Nationalhymne gespielt. Soohorang soll die Athleten, Zuschauer und alle Teilnehmer beschützen.

Etwas ganz Neues bietet man den technik- und handy-verrückten Koreanern mit „Soohorang“ und „Bandabi“: In der Instant-Messaging-App „Kakao Talk“, die in Korea von 97 Prozent aller Handynutzer rege verwendet wird, werden die Pyeongchang-Botschafter als Emoticons zum Leben erweckt. Für die ersten 100.000 Menschen können diese Emoticons noch kostenfrei heruntergeladen werden. Es darf erwartet werden, dass auch diese virtuelle Maskottchen-Präsenz viel Geld in die Kassen der Veranstalter bringen wird.

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