Olympia: Sotschi-Sieger Mayer - „Goldmedaille macht nichts leichter“

Pyeongchang/Jeongseon (APA) - Von Österreichs vier Sotschi-Olympiasiegern werden mit den Alpinskiläufern Matthias Mayer und Anna Veith sowie...

Pyeongchang/Jeongseon (APA) - Von Österreichs vier Sotschi-Olympiasiegern werden mit den Alpinskiläufern Matthias Mayer und Anna Veith sowie Snowboarderin Julia Dujmovits drei auch in Pyeongchang mit dabei sein, Slalom-Triumphator Mario Matt hat mittlerweile seine Karriere beendet. Das Wort Olympiasieger war für Mayer in den vergangenen vier Jahren mehr als nur ein zweiter Vorname.

„Es ist fast ein Titel, man wird immer mit Olympiasieger angesprochen. Es ist ein schöner Titel, denn den hat man sich hart erarbeitet“, sagte Mayer, der am 9. Februar 2014 in Krasnaja Poljana ein enges Rennen gegen den Südtiroler Christof Innerhofer (+0,06 Sekunden) und den Norweger Kjetil Jansrud (0,10) für sich entschied. Es war Österreichs erster Olympia-Goldmedaillengewinn in einer Abfahrt seit 2002 Salt Lake City, als Fritz Strobl in die Geschichtsbücher gefahren war.

Dem neuerlichen Antreten bei den Winterspielen blickt Mayer mit großer Vorfreude, aber auch etwas mehr Gelassenheit entgegen. „Für mich ist es anders als vor vier Jahren. Damals war ich das erste Mal dabei. Es war alles so riesig und unüberschaubar für mich. Das hat sich jetzt schon geändert. Ich weiß jetzt genau, was ich zu tun habe. Aber natürlich ist es eine andere Situation als im Weltcup“, weiß auch der 27-jährige Afritzer.

Schon einen Olympiasieg errungen zu haben, bedeute mehreres. „Auf der einen Seite weiß ich, dass ich schon so eine Goldmedaille daheim habe und dass mir die keiner mehr wegnehmen kann. Ich kann also beruhigt reingehen. Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass ich die Leistung schon wieder abrufen will. Und zeigen will, dass ich vier Jahre später wieder ganz vorne mitfahren kann. Von dem her macht es gar nichts leichter.“

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Die Goldfahrt habe er sich „sehr oft“ angeschaut. „Ich habe den Lauf sehr oft gesehen und habe ihn sehr gut im Kopf.“ Es habe eine Situation während der Fahrt gegeben, wo es sehr knapp gewesen sei. „Da bin ich nur mit Glück um die Kurve gekommen.“

Die Olympiastrecke in Jeongseon kennt Mayer noch nicht, weil er bei den Test-Weltcuprennen im Februar 2016 wegen seinen Wirbelbrüchen gefehlt hatte. „Gut ist es sicher, wenn man schon einmal drüben war und runtergefahren ist, ganz klar. Aber es werden sicher drei Trainings sein und ich kann mir das ganz in Ruhe anschauen, ich brauche mir da überhaupt keinen Stress machen. Und dann wird das schon hinhauen.“ Noch nie hat ein Abfahrts-Olympiasieger seinen Titel erfolgreich verteidigt, Ansporn hat Mayer aber auch ohne dieses Wissen genug.


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