Merkel verteidigt Gesetz gegen Hassbotschaften im Netz

In Deutschland gilt seit Jahresbeginn ein Gesetz, das Betreiber sozialer Netzwerke zur Löschung von Falschnachrichten und Hassbotschaften verpflichtet. Das Gesetz ist allerdings nicht unumstritten. Kanzlerin Merkel verteidigte es in ihrem Video-Podcast.

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich in absehbarer Zeit von der CDU-Spitze zurückziehen.
© AFP

Berlin – Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum Safer Internet Day das umstrittene Netzwerkdurchsetzungsgesetz verteidigt. „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum“, sagte Merkel am Samstag in ihrem Video-Podcast. Der Grundansatz, hier Regeln aufzustellen, sei „absolut richtig und notwendig“. Durch das Gesetz seien die Plattformbetreiber für die Inhalte verantwortlich, die sie verbreiteten.

In Deutschland gilt seit Jahresbeginn das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, das Betreiber sozialer Netzwerke zur Löschung von Falschnachrichten und Hassbotschaften verpflichtet. Das Gesetz ist allerdings nicht unumstritten, denn die privaten Internet-Anbieter entscheiden darüber, welche Meldungen sie löschen und welche nicht. Die deutschen Grünen fordern etwa eine Überarbeitung des Gesetzes, damit nicht Beiträge gelöscht werden, die von der Meinungsfreiheit gedeckt sind.

„Es geht um Souveränität jedes einzelnen Menschen“

Merkel sagte dazu, das Gesetz werde nun darauf geprüft, „wie es wirkt“. Mit Sicherheit werde es auch evaluiert. Zugleich rief sie in ihrem wöchentlichen Podcast die Internetnutzer dazu auf, im Netz sorgsam mit ihren persönlichen Daten umzugehen. „Es geht letztlich um die Souveränität jedes einzelnen Menschen“, sagte sie. Dazu sei es auch wichtig, dass Kinder rechtzeitig die nötige Medienkompetenz erwerben könnten, im Schulunterricht sowie privat. (APA/AFP)

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