Abgeschossener russischer Pilot von syrischen Rebellen getötet

Beirut (APA/AFP/dpa/Reuters) - Der Pilot des in der Provinz Idlib von Rebellen abgeschossenen russischen Flugzeugs ist nach Angaben des russ...

Beirut (APA/AFP/dpa/Reuters) - Der Pilot des in der Provinz Idlib von Rebellen abgeschossenen russischen Flugzeugs ist nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums getötet worden. Das meldete die Nachrichtenagentur Tass am Samstagabend. Zuvor hatten unterschiedliche Quellen berichtet, der Pilot sei schwer verletzt gefangen genommen worden.

Vor seinem Absprung mit dem Fallschirm über einer von der Al-Nusra-Front kontrollierten Zone habe er laut Verteidigungsministerium seine Notlage mitgeteilt, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP. Dem Chef der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, zufolge ist der Pilot nach der Landung eingekreist worden und hatte sich noch seiner Waffe bedient, bevor er getötet wurde.

Welche Rebellengruppe für den Abschuss und die Ermordung verantwortlich ist, blieb bisher unklar. Bei dem Flugzeug soll es sich laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte um ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-25 handeln. Der Jet sei wahrscheinlich von einer tragbaren Flugabwehrrakete getroffen worden, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme Moskaus.

In der Provinz Idlib, die von Rebellen kontrolliert wird, sind auch viele islamistische und jihadistische Gruppen aktiv. Die syrischen Regierungstruppen gehen mit russischer Luftunterstützung seit Ende Dezember gegen das Jihadistenbündnis Hajat Tahrir al-Sham vor, das den Großteil der Provinz Idlib kontrolliert. Das Bündnis wird vom früheren Al-Kaida-Ableger Fateh al-Sham dominiert. Idlib ist die einzige Provinz in Syrien, die noch fast vollständig unter Kontrolle der Rebellen ist.

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Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bezieht ihre Angaben von einem Informantennetz in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite schwer zu überprüfen.


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