Siegestreffer auf Schalke für Bremens Junuzovic „überragend“

Der 30-Jährige war in ungewohnter „Joker“-Rolle erfolgreich. Werder verließ mit dem Sieg die Abstiegsränge.

Schreit die Erleichterung raus: Zlatko Junuzovic.
© imago/Jan Huebner

Bremen/Gelsenkirchen – Vom „Joker“ zum Matchwinner: Zlatko Junuzovic ist am Samstag in einer für ihn eigentlich ungewohnten Rolle in den Vordergrund gerückt. Der erst in der 71. Minute eingewechselte Kapitän von Werder Bremen erzielte beim 2:1-Sieg bei Schalke 04 im Spiel der 21. Runde der deutschen Fußball-Bundesliga in der 93. Minute den entscheidenden Treffer. „Es war überragend“, sagte Junuzovic gegenüber Sky.

Sein Trainer hatte den 30-Jährigen scheinbar auch im Hinblick auf das anstehende Cup-Viertelfinale am Dienstag bei Bayer Leverkusen aus der Mannschaft rotiert. „Wir hatten uns vorher zusammengesetzt und die Woche besprochen“, sagte Coach Florian Kohfeldt. Eine Einwechslung gegen Schalke sei dabei vereinbart worden. „Am Ende macht er dann das Siegtor. Da hatten wir natürlich auch ein bisschen Glück“, meinte der Werder-Trainer. Dieses habe man sich aber in den letzten Wochen erarbeitet.

„Wichtig für den Kopf“

Junuzovic rutschte den Ball in der Nachspielzeit über die Linie. Sein zuvor fünfmal sieglos gebliebenes Team verließ damit die Abstiegszone und ist als 15. das erste Team über dem Strich. „Dass wir nicht mehr auf einem Abstiegsplatz stehen, ist wichtig für den Kopf. Wir wissen aber, dass wir weiterhin mittendrin sind und uns nicht ausruhen können“, verlautete Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein.

Für die Moral war der vierte Saisonsieg, den Florian Kainz und Bayern-Leihgabe Marco Friedl nur von der Bank aus erlebten, jedenfalls ein ganz wichtiger. „Uns ist es zwar nicht so gut gelungen, Chancen zu kreieren, aber wir haben uns die drei Punkte trotzdem hart erarbeitet. Schalke spielt eine super Saison, hier musst du auswärts erst einmal bestehen“, sagte Junuzovic.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

TT ePaper

Für die fünftplatzierten Schalker, bei denen Guido Burgstaller ab der 65. Minute spielte und der angeschlagene Alessandro Schöpf fehlte, war es laut Sportvorstand Christian Heidel „sicher ein Rückschlag“ im Kampf um den Vizemeistertitel sowie die Champions-League-Ränge. Auch sie sind unter der Woche im Cup-Einsatz, bekommen es am Mittwoch mit dem VfL Wolfsburg zu tun. Danach wartet der Liga-Schlager beim unangefochtenen Tabellenführer und Titelverteidiger Bayern München. (APA/dpa)


Kommentieren


Schlagworte