Olympia: Vereinigtes 2 - Integrations- und Sprachprobleme

Incheon (APA/dpa/Reuters) - Für Trainerin Sarah Murray sind die kurzfristigen Umstellungen in ihrem Team und die Sprachbarrieren problematis...

Incheon (APA/dpa/Reuters) - Für Trainerin Sarah Murray sind die kurzfristigen Umstellungen in ihrem Team und die Sprachbarrieren problematisch. „Als Trainerin ist es hart, einigen Spielerinnen, die schon ziemlich lange im Team gewesen sind, zu sagen, dass sie nicht spielen können. Aber die gesamte Situation entzieht sich unserer Kontrolle. Deshalb versuchen wir, das Beste daraus zu machen“, meinte die Kanadierin.

Auch zusätzliche Verständigungsschwierigkeiten erschweren ihre Arbeit. „Die Besprechungen dauern dreimal so lange. Es ist wirklich schwierig mit drei verschiedenen Sprachen in einer Mannschaft.“ Die Varianten der koranischen Sprache im Süden und Norden unterscheiden sich deutlich voneinander.

Einige konservative Organisationen stoßen sich über diese Probleme hinaus prinzipiell an der Teilnahme Nordkoreas an den Winterspielen. Vor dem Spiel am Sonntag protestierten deshalb laut Yonhap etwa 150 Menschen in der Nähe der Eishalle in Incheon. Bei dem Protest seien die Nationalflagge Nordkoreas sowie Porträts von Machthaber Kim Jong-un in Stücke gerissen worden.

Bei einer Gegenkundgebung hießen zur gleichen Zeit etwa 200 Studenten die nordkoreanerischen Spielerinnen willkommen. Viele trugen eine „Vereinigungsfahne“, die die Konturen der gesamten koreanischen Halbinsel zeigt.


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