Thomas Stipsits: Man kann ja nicht immer nur nett sein

Publikumsliebling Thomas Stipsits versucht sich als Ungustl. Den liebenswerten Tollpatsch hat er lang genug gespielt.

© Pertramer

Von Christiane Fasching

Innsbruck –Thomas Stipsits trägt neuerdings Schmuddel-Look und Zottelbart und ein grantiges G’schau spazieren. Dabei kennt man den 34-jährigen Obersteirer mit Stinatzer Wurzeln doch eigentlich als Sonnenschein. Aber die optische Rundum-Erneuerung ist nichts weiter als ein Ganzkörperkostüm für Stipsits’ neueste Rolle: In der Verfilmung von Daniel Glattauers märchenhaftem Roman „Geschenkt“ wird der schauspielernde Kabarettist zu Gerold Plassek, einem demotivierten Boulevard-Journalisten mit latentem Alkoholproblem, der die Welt fast noch mehr hasst als seinen Job. Doch dann gibt nicht nur ein 14-jähriger Bub („Tschick“-Hauptdarsteller Tristan Göbel) seinem öden Leben einen neuen Twist, sondern es nimmt auch ein mysteriöser Wohltäter Plasseks Artikel zum Anlass, um Geldspenden zu hinterlassen – und weckt damit den journalistischen Ehrgeiz des Gratisblatt-Zombies.


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