Der Kosovo kommt seinen SAA-Verpflichtungen nur langsam nach

Prishtina (Pristina) (APA) - Der Kosovo kommt seinen Verpflichtungen aus dem 2015 mit Brüssel unterzeichneten Stabilisierungs- und Assoziier...

Prishtina (Pristina) (APA) - Der Kosovo kommt seinen Verpflichtungen aus dem 2015 mit Brüssel unterzeichneten Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) nur langsam nach. Wie die Tageszeitung „Koha ditore“ am Dienstag berichtete, sind 2016 nur eine Hälfte der für das Jahr geplanten Aufgaben erfüllt worden, 2017 nur 30 Prozent.

Auch einige Prioritäten Prishtinas im EU-Annäherungsprozess sind bisher nicht umgesetzt worden, stellte das Blatt fest.

Eine davon ist etwa die Ratifizierung des im August 2015 in Wien unterzeichneten Grenzabkommens mit Montenegro. Sie ist die wichtigste Voraussetzung für die Visa-Liberalisierung seitens der EU. Die Bürger des Kosovo sind die einzigen am Westbalkan, für die weiterhin Visa-Pflicht bei Reisen in die EU-Staaten gilt.

Das Grenzabkommen wird laut der Tageszeitung „Zeri“ wohl ein wichtiges Gesprächsthema beim Besuch des montenegrinischen Ministerpräsidenten Dusko Markovic am Mittwoch und Donnerstag in Prishtina sein. Der ursprünglich in der Vorwoche geplante Besuch musste wegen schlechter Witterungsverhältnisse in Prishtina verschoben werden.

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Montenegro hat das Grenzabkommen längst ratifiziert und ist nach Angaben seiner Behörden nicht zu neuen Verhandlungen bereit, die sich Prishtina wünscht.

Der Kosovo wird am Samstag seinen zehnten Unabhängigkeitstag feiern.


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