Olympia: Hirscher holte in der Kombination Österreichs zweite Goldene

Pyeongchang (APA) - Alpin-Ski-Star Marcel Hirscher hat am Dienstag bei den Olympischen Winterspielen in der Kombination für die zweite öster...

Pyeongchang (APA) - Alpin-Ski-Star Marcel Hirscher hat am Dienstag bei den Olympischen Winterspielen in der Kombination für die zweite österreichische Goldmedaille dieser Spiele gesorgt. Es war der Höhepunkt aus österreichischer Sicht am vierten Wettkampftag. Im Langlauf-Sprint schieden die Österreicher in der Qualifikation aus, auch die Rodlerinnen landeten nicht im Spitzenfeld.

Hirscher sicherte sich bei schwierigen Bedingungen seine erste olympische Goldmedaille. Die Basis für seinen Triumph hatte Hirscher in der Abfahrt gelegt. Im wegen starken Windes zum Super-G-Start hinunterverlegten Teilbewerb verlor der Salzburger nur 1,32 Sekunden auf den vorangelegenen Deutschen Thomas Dreßen.

Im ebenfalls verkürzten Slalom hatte Hirscher dann anders als die meisten anderen mit starkem Wind und schlechter Bodensicht zu kämpfen. Dennoch überholte der Salzburger den Franzosen Alexis Pinturault, der nach der Abfahrt noch vor ihm gelegen war. „Ich bin stolz auf eine wahnsinnig gute Abfahrt und ziemlich viel Coolness im Slalom“, sagte Hirscher.

Gleich bei seinem ersten Antreten in Südkorea verwirklichte Hirscher sein großes Ziel. „Dass wir die erste Chance haben nützen können, ist perfekt“, sagte der 28-Jährige, der nach wie vor voller Tatendrang steckt. „Jetzt lassen wir es heute einmal krachen und dann schauen wir, was die nächsten Tage noch bringen.“ In der kommenden Woche steht für Hirscher noch der Slalom und der Riesentorlauf auf dem Programm.

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Weniger erfolgreich verlief der Dienstag für die übrigen Österreicher. Im Rodeln schaffte Madeleine Egle als Neunte immerhin noch den Sprung unter die besten Zehn. Hannah Prock belegte Rang 17. Schon am Montag im zweiten Lauf nach einem Sturz ausgeschieden war Birgit Platzer.

Im Langlauf-Sprint gelang weder Lisa Unterweger als 50. noch Dominik Baldauf (35.) und Luis Stadlober (54.) bei den Herren die Final-Qualifikation. Vor allem Baldauf hatte sich nach der bisherigen Weltcup-Saison Chancen zumindest auf das Viertelfinale ausgerechnet. Die Nordischen Kombinierer absolvierten vor dem Normalschanzenbewerb am Mittwoch ein vielversprechendes Abschlusstraining.


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