„Osttiroler Frauen unterwegs“ startet in die erste Runde

Ein Leader-gefördertes Projekt will Frauen im Bezirk besser vernetzen. Erste Gesprächsabende der Serie widmen sich Mutter-Tochter-Beziehungen.

Mutter und Tochter: eine besondere Verbindung, auch wenn sie nicht immer unkompliziert ist. Wie sich die Beziehung bei aller Herausforderung bereichernd gestalten lässt, ist Thema zweier Gesprächsabende.
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Von Claudia Funder

Lienz –Es ist eine Beziehung, die jede Frau kennt: das Verhältnis von Mutter und Tochter. Wie sich dieses entwickelt, darüber bestimmen etliche Einflüsse, aber vor allem frau selbst. Es ist eine Verbindung mit vielen Schattierungen und Herausforderungen. Sie begleitet ein Leben lang, kann Liebe, Zuneigung und Kraft ebenso bergen wie Konflikte, unartikulierte Vorwürfe und Geheimnisse.

Im Bezirk Lienz startet demnächst die neue Gesprächsserie „Osttiroler Frauen unterwegs“, die sich auf die Spur der oft engen, aber nicht immer unkomplizierten Mutter-Tochter-Beziehung begibt. Auftraggeber und Veranstalter dieses Leader-geförderten Frauenprojektes ist das Regionsmanagement Osttirol (RMO), organisiert wird es durch das Bildungshaus Osttirol. Unterstützung kommt zudem von der Landesabteilung Gesellschaft und Arbeit, Bereich Frauen und Gleichstellung. Diese schießt auch einen Teil der Eigenmittel zu.

„In den kommenden eineinhalb Jahren werden im ganzen Bezirk spannende Gesprächsrunden stattfinden“, verrät Gina Streit vom RMO auf Nachfrage der TT. Die Abende werden ganz bewusst nicht in Lienz, sondern ausschließlich in ländlichen Gemeinden stattfinden. „Wir werden zu den Frauen in die Täler gehen und ihnen so die Hürde der Entfernung zur Stadt nehmen“, erklärt Gina Streit. Diverse frauenrelevante Themen werden Inhalt dieser informellen, zum Nachdenken anregenden und unterhaltsamen Abende sein. Ausgewählt und vorbereitet werden diese von einer Kerngruppe aus fünf Frauen. Zu jedem Thema wird es jeweils zwei Termine in zwei Regionen geben, die quartalsweise angeboten werden.

Was will man erreichen? „Dass Frauen ins Gespräch kommen, sich persönlich kennen lernen und Lust bekommen, sich besser zu vernetzen“, antwortet Gina Streit.

Die ersten beiden moderierten Gesprächsrunden widmen sich, wie eingangs erwähnt, Mutter-Tochter-Beziehungen.

Das Frau-Sein lernen Töchter fast immer zuerst von den Müttern, die ihre Erfahrungen weitergeben. Töchter können davon profitieren oder sich dagegen auflehnen. Meist tun sie beides. Im Gegenzug dazu lernen Mütter an ihren Töchtern das Leben immer wieder neu. Wie sich diese Beziehung bei aller Herausforderung bereichernd gestalten lässt, ist Thema der zwei Abende.

Geladen wird am Mittwoch 21. Februar, in das Widum Kals und am Dienstag, 27. Februar, in die Neue Mittelschule Abfaltersbach. Start ist jeweils um 19.30 Uhr. In Kals werden als Gäste Theresia und Anna Steiner sowie Marianna und Anna Oberdorfer erwartet, die über ihre Mutter-Tochter-Beziehungen erzählen werden.

Alle Abende werden musikalisch begleitet. Im Anschluss gibt es ein kleines Büffet.


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