Rückschlag für Lungenkrebs-Patienten: Neue Therapie floppte

Patienten, die mit der Krebsimmuntherapie Avelumab behandelt wurden, haben keine längere Gesamtüberlebenszeit wie Patienten, die sich einer Chemotherapie unterzogen.

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© APA/dpa/Felix Hörhager

Darmstadt – Der deutsche Pharmakonzern Merck hat mit seinem größten Medikamenten-Hoffnungsträger einen herben Rückschlag erlitten. Die Krebsimmuntherapie Avelumab habe in einer klinischen Studie der Phase-III die Gesamtüberlebenszeit von vorbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im Vergleich zu einer Chemotherapie nicht verlängern können, teilte Merck am Donnerstag mit.

Detaillierte Daten will Merck auf einem kommenden Medizinkongress präsentieren. Sie sollen auch an die Zulassungsbehörden übermitteln werden. Trotz des Rückschlags will Merck eine spätere mögliche Zulassung seiner Krebsimmuntherapie zum Einsatz bei Lungenkrebs nicht abschreiben. „Wir sind überzeugt von der Rolle, die Bavencio auf dem Markt für Lungenkrebs spielen kann“, sagte Pharma-Forschungschef Luciano Rossetti zu Reuters.

Avelumab ist unter dem Namen Bavencio bereits zur Behandlung einer seltenen und aggressiven Form von Hautkrebs und für Blasenkrebs zugelassen. Das Mittel wird gegenwärtig noch in einer Reihe von Studien der dritten und damit letzten Phase getestet, darunter auch zur Erstbehandlung von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. (APA/Reuters)

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