Olympia: IOC rechtfertigte Vorgehen im Fall Pingelly

Pyeongchang (APA/dpa) - Im Fall seines nach Hause geschickten Mitglieds Adam Pengilly hat das Internationale Olympische Komitee (IOC)keine A...

Pyeongchang (APA/dpa) - Im Fall seines nach Hause geschickten Mitglieds Adam Pengilly hat das Internationale Olympische Komitee (IOC)keine Alternative zu seinem sofortigen Handeln gesehen. „Der Vorfall hat die Spiele direkt betroffen“, sagte IOC-Sprecher Mark Adams am Freitag. Das Verhalten des 40-jährigen Briten gegenüber einem Sicherheitsmann sei nicht akzeptabel.

Pengilly hatte sich bei den Winterspielen in Pyeongchang eine Auseinandersetzung mit einem Sicherheitsmann geliefert und war daraufhin vom IOC nach Hause beordert worden. Der ehemalige Skeleton-Pilot bestätigte in einem Gespräch mit dem Fachportal „insidethegames“, dass es an einer Sperre vor dem IOC-Hotel eine verbale Auseinandersetzung mit einem Sicherheitsmann gegeben habe. Er sagte aber: „Ich habe ihn zu keinem Zeitpunkt berührt. Auf Videoaufnahmen soll es so aussehen, aber es war nicht so.“

Der Fall ist deshalb so pikant, weil Pengilly als Kritiker der IOC-Spitze und ihrer Politik im Falle der Zulassung russischer Athleten zu den Winterspielen in Südkorea zählt. Er gehört seit 2010 der Athletenkommission an und scheidet mit Abschluss der laufenden Spiele am 25. Februar aus.

Der Internationale Bob- und Skeletonverband (IBSF) nahm den Vorfall „mit Bedauern“ zur Kenntnis und entschuldigte sich beim IOC, hieß es in einer Stellungnahme. Pengilly ist Vizepräsident des Verbandes. Das IOC teilte mit, dass Präsident Thomas Bach den betroffenen Sicherheitsmitarbeiter treffen werde.


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