Eintrittspreise für Thermen stiegen deutlich - Weniger Tagesgäste

Wien (APA) - Der österreichische Thermenmarkt ist 2017 im wesentlichen nur aufgrund höherer Eintrittspreise gewachsen. Im Schnitt wurden die...

Wien (APA) - Der österreichische Thermenmarkt ist 2017 im wesentlichen nur aufgrund höherer Eintrittspreise gewachsen. Im Schnitt wurden die Eintrittspreise gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf 16,30 Euro pro Person erhöht. Die Einnahmen stiegen dadurch um fast 6 Mio. Euro bzw. 3,9 Prozent auf 152,5 Mio. Euro. Die Zahl der Besucher nahm wie bereits im Vorjahr nur um 0,8 Prozent auf knapp 9,4 Millionen zu.

„Die Seitwärtsbewegung deutet unverkennbar auf eine Marktsättigung hin“, heißt es in der heute veröffentlichten Branchenradar-Marktanalyse des Beraters Kreutzer Fischer & Partner. Die Zahl der Tagesgäste schrumpfte weiter. Waren im Jahr 2016 noch knapp 62 Prozent aller Besuche Tagesgäste, sank deren Anteil im vergangenen Jahr um mehr als drei Prozentpunkte auf 58,6 Prozent.

Dass Tagesgäste den Thermen mehr und mehr abhanden kommen, sei im Wesentlichen auf die wachsende Konkurrenz durch große Erlebnis-Hallenbäder und Wellness-Resorts zurückzuführen. Die Anzahl der Eintritte in thermenähnlichen Bädern liege bundesweit mittlerweile bei über einer Million. Dazu kommen noch die Gäste in den zahlreichen Wellness-Hotels, heißt es.

„Offenbar haben sich vielerorts Thermenbetreiber mit der stagnierenden Nachfrage arrangiert und versuchten nun, ein erlösseitiges Wachstum primär über Preisanhebungen voranzutreiben“, so die Experten. Dass die Thermenbesucher darauf gelassen reagierten hänge damit zusammen, dass die Thermen durch Investitionen in den Ausbau attraktiver geworden seien.

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Regional betrachtet entwickelte sich das Gästeaufkommen laut dem Branchenradar gegenläufig. Während die Anzahl der Eintritte etwa in Salzburg um ein Prozent, in Niederösterreich um 3,4 Prozent und in Tirol sogar um 6,7 Prozent stieg, verbuchten Oberösterreich und die Steiermark leichte Rückgänge von jeweils ein Prozent. Die Steiermark blieb aber mit einem Gästeanteil von 22 Prozent nach wie vor Thermenland Nummer eins, gefolgt von Salzburg mit 16 Prozent sowie Ober- und Niederösterreich mit knapp 15 bzw. 14 Prozent Marktanteil.


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