Kitzbüheler ÖGB sind Mangelberufe Dorn im Auge

„Lohndumping wird damit Tür und Tor geöffnet", ist Christian Hauser von den Sozialdemokratischen Gewerkschaftern überzeugt. Bei einer Presse...

„Lohndumping wird damit Tür und Tor geöffnet", ist Christian Hauser von den Sozialdemokratischen Gewerkschaftern überzeugt. Bei einer Pressekonferenz gestern Vormittag kritisierten er und SPÖ-Landtagskandidat Philip Wohlgemut die immer länger werdende Liste der Mangelberufe. So sei diese bereits von elf auf 27 verlängert worden. In Zukunft sollen es sogar 63 werden wie die beiden berichten. „Vor allem in einem touristisch sehr starken Bezirk wie Kitzbühel hat das enorme Auswirkungen", ist Wohlgemut überzeugt. Zum einen würde damit der Zuzug aus Nicht-EU-Staaten vorangetrieben und zudem leide der Qualitätstourismus darunter.

Für Wohlgemut und Hauser gebe es keinen Facharbeitermangel im Tourismus, aber ein großes Rekrutierungsproblem. Viele einheimische Toursmusfachkräfte würden nicht mehr in der Branche arbeiten. „Die Rahmenbedingungen müssen hier verbessert werden", betont Wohlgemut. Es sei aber nicht alleine der Verdienst ausschlaggebend. Es fehlten im Tourismus zunehmend die Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Auch fehle es an familienfreundlichen Arbeistzeitmodellen oder auch Ganzjahresbetrieben. Aber natürlich sei auch der Verdienst ein Thema. „Wenn die Betriebe sagen, dass sie alle über Kollektiv zahlen frage ich mich, warum sie dann immer gegen die Erhöhung des Kollektivvertrages sind", sagt Wohlgemut. Ein Umdenken sei im Tourismus dringend notwendig. (aha)


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