Olympia: Österreich-Haus großer Erfolg - Aber Leere im Außenbereich

Pyeongchang (APA) - Das mit einem Budget von rund 2,5 Millionen Euro errichtete und betriebene „Austria House“ bei Winter-Olympia in Pyeongc...

Pyeongchang (APA) - Das mit einem Budget von rund 2,5 Millionen Euro errichtete und betriebene „Austria House“ bei Winter-Olympia in Pyeongchang übertrifft im elitären Innenbereich die Erwartungen. Nicht nur österreichische Sportler, sondern auch viele aus anderen Nationen werden gefeiert. Der öffentliche Bereich im Freien wird indes kaum frequentiert, musste auch ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel eingestehen.

Mit bestimmten Maßnahmen will man für die letzte Olympia-Woche noch eine Trendumkehr schaffen, u.a. habe man die Medien in Seoul eingebunden, um die Aufmerksamkeit der Leute zu erregen. Man sei mit koreanischen Liedern und Karaoke auf die Gäste vorbereitet. „Wir wollten auch eine Busstation vor dem Haus installieren, das war bisher bei POCOG nicht möglich, vielleicht gelingt es uns doch noch“, sagte Mennel zu den Verhandlungen mit dem Organisationskomitee der Winterspiele. Das Haus liegt an einer Schnellstraße, Spaziergänger verirren sich dort nicht hin.

Für die Leere im Outdoor-Bereich, wo man sich viele koreanische Sportfans erwartet hätte, führte Mennel mehrere Gründe an. „Wir haben einige Aktionen gesetzt, auch Flyers verteilt. Aber die ersten Tage waren durch den kalten Wind geprägt, da stehen die Leute natürlich nicht gern im Freien. Wir haben zwar auch einen öffentlichen Indoor-Bereich installiert, aber das bleibt klar gesagt unter unseren Erwartungen“, musste Mennel eingestehen.“ Große Ausnahme war die Schnee-Volleyball-Veranstaltung, die auch viele internationale Medienvertreter anlockte.

Drinnen läuft indes alles in gewohnter Manier, täglich werden auch Extra-Buchungen vermeldet. Zahlende Gäste reservieren für einen Abend einen Tisch, zum Beispiel Skifirmen.

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Die Mitarbeiter würden einen ganz tollen Job machen und wenn Athleten aus dem Ausland auf der Bühne stehen und sagen „that‘s the place to be“, dann sei das ein großes Kompliment, erläuterte Mennel. Bei der Evaluierung sämtlicher nationaler Häuser habe die Sports Illustrated dem Österreich-Haus die Goldmedaille verliehen. 45 internationale TV-Stationen hätten das Haus bereits gesucht. Von den Tourismusschülern mussten am öftesten Wiener Schnitzel und Käsespätzle serviert werden.

Neben den Galaabenden habe man bereits zahlreiche Medaillenfeiern abgehalten und hohen Besuch erhalten. „Diese internationalen Besuche sind auch für Österreich sehr wichtig, Albert von Monaco war schon mehrfach hier. Ban Ki-moon ist gemeinsam mit unserem Alt-Bundespräsidenten Heinz Fischer gekommen, Vizekanzler Heinz-Christian Strache ist derzeit hier. Der Staatspräsident der Slowakei, Andre Kiska, war hier. Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien hat uns besucht“, zählte ÖOC-Präsident Karl Stoss auf.

Besonders freut er sich, dass nicht nur „die erstklassigen österreichischen Athleten“ auf der Bühne geehrt werden, sondern auch jene aus anderen Nationen. Gesichtet wurden bereits u.a. Aksel Lund Svindal, Frida Hansdotter, Natalie Geisenberger, Felix Loch, Wendy Holdener und Tina Weirather, sowie zahlreiche kanadische Sportler.


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