Maskierte Grundschüler lösen Großeinsatz der Polizei aus

Die Brüder im Alter von zehn und zwölf Jahren wollten ein Handy rauben. Schüler alarmierten die Polizei, weil die vermummten Burschen mit Waffen drohten.

Polizeiautos in Deutschland. (Symbolfoto)
© APA/AFP/ADAM BERRY

Gifhorn – Mit einer krummen Tour haben zwei kleine Jungen in Niedersachsen einen Großeinsatz an einer Grundschule ausgelöst. Die beiden zehn und zwölf Jahre alten Brüder wollten an der Schule in Hillerse bei Gifhorn ein Handy rauben, teilte die Polizei am Samstag mit. Dafür hätten sie eine Spielzeugpistole und ein Taschenmesser mitgenommen und sich mit Schals maskiert.

Schüler alarmierten am Freitagmittag die Polizei, dass zwei maskierte Personen mit Waffen drohen würden. Streifenwagen aus dem gesamten Landkreis trafen ein. Mehrere Beamte durchsuchten das Gelände. Die wenigen Schüler, die noch da waren, wurden in eine Sporthalle gebracht und von Lehrern und Polizeibeamten betreut. Viele Kinder waren schon auf dem Heimweg oder zu Hause.

Die beiden Brüder wurden anhand der Beschreibungen in der Nähe des Schulgeländes gestellt. Sie gaben ihren Plan zu. Ausgeraubt worden sei aber keiner, da die Mitschüler sofort weggelaufen seien. Aus Angst vor den anrückenden Beamten habe das Duo schnell Fernsengeld gegeben – vergeblich. Die zwei wurden später der Familie übergeben. Die Polizei prüft, ob die Eltern den Großeinsatz bezahlen müssen. (dpa)


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