Letzter Schliff für den Kosovo
Schlafentzug, Zeitdruck und Stress begleiteten die Soldaten des KFOR-Kontingents bei Übungen in Hochfilzen und Lienz.
Lienz, Hochfilzen –Wenn die Soldaten des Kosovo-Kontingents am Donnerstag auf dem Lienzer Hauptplatz verabschiedet werden, steht ihnen eine gefährliche Mission bevor: Sechs Monate lang sind sie unter dem Dach der KFOR-Mission für die Friedenssicherung in dem kleinen Land auf dem Balkan verantwortlich. Das in Lienz stationierte Hochgebirgsjäger-Bataillon 24 mit Kommandant Bernd Rott spielt dabei eine wichtige Rolle: Es war mit der Vorbereitung des Einsatzes betraut.
Diese Vorbereitungen waren erfolgreich. „Gemessen, gewogen und für einsatzbereit befunden“, lautet das Fazit des Bataillonskommandanten nach der letzten Übung vor der großen Reise. Diese Überprüfung umfasste auch einen Einsatz auf dem Truppenübungsplatz Hochfilzen, bei dem die Soldaten ihre Fähigkeiten im scharfen Schuss beweisen mussten. Es folgte eine 56-stündige Belastungsübung unter immer schwierigeren Bedingungen. Ohne Schlaf und unter ständigem Druck waren die Teilnehmer besonders gefordert. Trainiert wurden unter anderem der Einsatz bei gewalttätigen Demonstrationen und die Evakuierung von Menschen. „Ein wesentliches Element ist die Sensibilisierung unserer Kräfte im Umgang mit der Zivilbevölkerung“, so Rott.
Bald wird es ernst: Am Donnerstag, den 29. März, 14 Uhr, werden die Kämpfer am Lienzer Hauptplatz feierlich verabschiedet. (TT)