Innsbruck

Zahmer Wildfang: „Otti“ zieht in den Alpenzoo

Otti wurde als Waiser in Niederösterreich mit der Flasche aufgezogen und darf nun das Fischottergehege im Innsbrucker Alpenzoo sein neues Zuhause nennen.
© Hans Frei

Der acht Monate alte Rüde wurde als Waisenkind mit der Flasche aufgezogen und wohnt ab sofort im Innsbrucker Alpenzoo.

Innsbruck – Hoch über den Dächern Innsbrucks, da ist „Ottis“ neues Zuhause. Der acht Monate alte Fischotter ist das neueste Bewohner im Innsbrucker Alpenzoo. Als Waisenkind in Niederösterreich mit der Flasche aufgezogen darf sich der „zahme Wildfang“ nun über seine neue Familie freuen: Er teilt sich das Gehege mit dem Fischotterpärchen „Mandl“ und „Micha“. Noch zeigt sich der Neuling Besuchern gegenüber aber recht scheu.

Der junge Rüde drückt nicht nur den Altersschnitt der Alpenzoo-Bewohner – er soll auch einen wertvollen Beitrag zum Europäischen Arterhaltungsprogramm (EEP) leisten. Denn als in freier Wildbahn Geborener bringt „Otti“ frische Gene mit ins Programm. (TT.com)

Das ist der Fischotter

Der Fischotter ist eine die im Wasser lebende Art des Marders. Er ist einer der besten Schwimmer unter den Landraubtieren und erreicht ausgewachsen etwa eine Länge von 130 Zentimetern. Dank einer speziellen Struktur der Haare ist sein Pelz besonders wärmend und isoliert gegen die Kälte und Nässe. Fischotter sind in ganz Europa verbreitet, außer auf Island und den Inseln des MIttelmeeres. Als Lebensraum bevorzugt er Flüsse mit zugewachsenen Ufern und Überschwemmungsebenen. Da diese immer seltener werden und der Fischotter auch zunehmen gejagt wird, gilt der Otter als bedrohte Tierart. In Österreich gibt es nur noch eine kleine Population, in der Schweiz gilt er seit 1989 als ausgestorben. Auf dem Speiseplan landet alles, was sich leicht erbeuten lässt, vorwiegend Fische, aber auch Enten, Mäuse, Schnecken, Frösche und Insekten.

Fischotter paaren sich zwischen Februar und März, die Weibchen sind zwischen 58 und 92 Tage lang schwanger und gebären meist ein bis vier Junge.

"Ziehvater" Simon Frei besuchte seinen "Adoptivsohn Otti" in seinem neuen Zuhause im Alpenzoo.
© Hans Frei

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