Chinesische Raumstation trat über Südpazifik in Erdatmosphäre ein

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~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA011 vom 02.04.2018 muss es im Titel und im ersten Satz richtig heißen: über dem Südpazifik (nicht: über dem Südatlantik) --------------------------------------------------------------------- ~ Peking (APA/AFP) - Chinas Raumstation „Tiangong-1“ ist über dem Südpazifik in die Erdatmosphäre eingetreten. Das acht Tonnen schwere Weltraumlabor sei dabei „größtenteils“ verglüht, teilte die chinesische Raumfahrtbehörde CMSEO am Montag in Peking mit. Die übrigen Teile stürzen demnach ins Meer.

Kurz vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre hatte die chinesisches Raumfahrtbehörde mitgeteilt, dass die Station zwischen 02.42 Uhr und 03.01 Uhr (MESZ) in die Erdatmosphäre eintreten werde. Als erwartete Absturzstelle wurde zunächst ein Punkt im Südatlantik genannt: 40,24 Grad westlicher Länge und 27,4 Grad südlicher Breite, also vor der Küste der brasilianischen Stadt São Paulo. Unmittelbar nach der Ankündigung verglühte „Tiangong-1“ bereits gegen 02.15 Uhr in der Erdatmosphäre.

„Tiangong-1“ war im All außer Kontrolle geraten. Im März 2016 brach der Funkkontakt ab - das Raumlabor ließ sich nicht mehr steuern und auch nicht mehr kontrolliert in die Erdatmosphäre manövrieren.

China, das ein ehrgeiziges Raumfahrtprogramm unterhält, hatte „Tiangong-1“ im September 2011 im Weltall ausgesetzt. Auf dem Außenposten im All koppelten mehrere bemannte und unbemannte Raumschiffe an, doch seit 2013 hat kein Taikonaut mehr die Raumstation betreten. Im September 2016 schickte China den Nachfolger „Tiangong-2“ ins All. Bis 2022 soll daraus eine große, ständig bemannte Raumstation entstehen.

Die Raumfahrtbehörden weltweit hatten den Sinkflug genau verfolgt. Die Experten versicherten aber, dass für Menschen keine Gefahr bestehe. Bereits vor einigen Tagen hatte die chinesische Raumfahrtbehörde beteuert, niemand müsse befürchten, dass die Station „wie in einem Science-Fiction-Film wild auf die Erde stürzen wird“. Vielmehr werde sie sich in einen „prächtigen Sternschnuppenregen verwandeln, der durch den sternenklaren Himmel zur Erde braust“.


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