Für die Alpenvolleys gibt es ein Flugticket zur Belohnung

Die Hypo Tirol Alpenvolleys erzwangen mit dem 3:1-Heimerfolg ein Entscheidungsspiel am Sonntag in Düren (GER). Die Art und Weise des klaren Sieges schmeckte doppelt gut.

© Michael Kristen

Von Daniel Suckert

Innsbruck –Kein Moment des Zweifels kam bei Headcoach Stefan Chrtiansky nach dem Verlustes des dritten Satzes (25:27) auf. „Ich wusste, was heute in meiner Mannschaft steckte“, meinte der Slowake mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen. Und seine Truppe enttäuschte ihn in der Innsbrucker Olympiahalle nicht: Den vierten Durchgang gewann man (25:19) souverän. Zur Belohnung lässt Manager Hannes Kronthaler sein Team nun am Wochenende mit dem Flugzeug nach Düren reisen.

„Jetzt müssen wir die Chance am Schopf packen“, sprudelte es aus Hypo-Macher Kronthaler am Ostermontag heraus. „Die Anreise per Flugzeug dauert nur 90 Minuten. Da ersparen wir uns viel Energie.“ An die Zusatzkosten denkt der Volleyball-Zampano keine Sekunde – bringt die Mannschaft Leistung, kann sie (fast) alles vom Bau-­Löwen haben.

Und der Auftritt am Abend des Ostersonntags ließ nicht nur die Hypo-Führungsriege mit der Zunge schnalzen. Vor den Augen der Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer spielten Kapitän Douglas da Silva und Co. groß auf. Mit starkem Service, konstanter Annahme, einem überragenden Block rund um Pedro Frances und Spielwitz im Angriff. Ob durch die Mitt­e oder über die Diagonale – die Dunkelblauen ließen die favorisierten Volleyballer aus Düren nach Luft ringen. Mit 25:12 und 25:18 ließ sich das auch über die Anzeigetafel ablesen.

Und hätte Hypos Bartosz Pietruczuk beim ersten Matchball den Outball nicht angenommen, die Partie wäre schon nach drei Sätzen erledigt gewesen. So musste aber noch eine kurze Ehrenrunde her, die die Alpenvolleys jedoch ohne Probleme meisterten. Vor den 33 Punkten des Kanadiers Rudy Verhoeff zog Kronthaler symbolisch seinen Hut.

Die Art und Weise des Erfolgs ließ Tirols Zampano Kronthaler das Osteressen im Kreise seiner Liebsten noch etwas mehr schmecken. „Dass wir uns zu Haus­e gegen das Ausscheiden so beeindrucken­d zur Wehr gesetzt haben, das tut richtig gut.“

Headcoach Chrtiansky ließ den Ostermontag ebenso im Kreise der Familie ausklingen. Gedanklich war der Routinier aber schon beim Rückspiel am kommenden Sonntag (18 Uhr) in Düren: „So abgedroschen es klingen mag: Wir starten wieder bei null. In Düren wird es ein ganz anderes Spiel.“

Sollte der Aufstieg übrigens gelingen und Herrsching erneut über Frankfurt (Stand 1:1) triumphieren, würde Meister Berlin und nicht Friedrichshafen auf die Tiroler warten. Vorausgesetzt der Meister gewinnt sein drittes Duell mit Lüneburg (Stand 1:1). Chrtiansky: „Wenn wir den Aufstieg schaffen, ist mir der Gegner und das Datum komplett egal.“

Volleyball in Zahlen

Deutsches Viertelfinale: Hypo Tirol Alpenvolleys – Düren 3:1 (25:12, 25:18, 25:27, 25:19). Olympia­halle, 700 Zuschauer. Topscorer Hypo: Verhoeff 33 Punkte, Grobelny 16, Frances 16. Stand in der „Best of three“-Serie: 1:1. Weitere Spiele: Bühl – Friedrichshafen0:3 Endstand: 2:0 für Friedrichshafen. Lüneburg – Berlin3:1 Zwischenstand: 1:1. Herrsching – Frankfurt3:0 Zwischenstand: 1:1.


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