Opferwidder ist in Lavant wieder der schneeweiße Star

Demnächst beweisen die Lavanter wieder, wie gut sie es verstehen, zu feiern und altes Kulturerbe hochleben zu lassen. Am 15. April steigt in...

© Alfred Kofler

Demnächst beweisen die Lavanter wieder, wie gut sie es verstehen, zu feiern und altes Kulturerbe hochleben zu lassen. Am 15. April steigt in der Gemeinde der Kirchtag mit einem vielseitigen Programm.

Die Hauptrolle spielt einmal mehr ein weißer, wolliger Vierbeiner, der nach überlieferter Tradition gesegnet und nach dem Hochamt verlost wird — der Opferwidder.

Der Ursprung des Brauchs reicht weit zurück, nämlich in das Jahr 1635. Zur Zeit der Pest gelobten Virgen und Prägraten für den Fall, dass sie von der Seuche verschont bleiben, als Opfer jährlich die Stiftung eines Widders.

Der Virger Brauch wurde bis zum Ersten Weltkrieg jährlich durchgeführt, dann jedoch wegen „unheiliger Übertretungen" eingestellt. Seit den 1970er-Jahren wird der Kirchtag von den Lavantern wieder traditionell am zweiten Sonntag nach Ostern gefeiert.

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Der festlich „aufgeputzte" Widder steht wieder im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Das Programm für den Lavanter Kirchtag steht bereits. Am Sonntag, 15. April, beginnt um 9 Uhr das Hochamt samt Widdersegnung in der Wallfahrtskirche. Die Prozession beginnt um 8.30 Uhr beim so genannten „Wirts-Platzl" und führt hinauf zur Kirche. Das Hochamt wird musikalisch umrahmt von der Großglocknerkapelle Kals. Anschließend findet um ca. 11 Uhr das Kirchtagskonzert in der Römerstube ebenfalls mit der Großglocknerkapelle Kals statt. (TT, func)


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