Kroaten-Duo verleiht Mayrhofen Stabilität

Pinjuh und Zovko sind im Zillertal Leistungsträger, wie Svejnoha mit 40 Jahren bei den Wattener Fohlen.

Martin Svejnoha (40, Wattens Am.).
© gepa

Von Thomas Mair und Manuel Lutz

Innsbruck –Aus dem verkorksten Herbst hat Tabellenschlusslicht Mayrhofen im Winter seine Lehren gezogen. Mit Mario Sporer (Schwaz), Ante Pinjuh und Ante Zovko (aus Kroatien) verstärkt, errang der Aufsteiger zum Frühjahrsstart in der UPC Tirol Liga zwei 3:3-Unentschieden. „Vor allem in Unterzahl war es bewundernswert, wie die Mannschaft gekämpft hat“, zollte Trainer Reinhard Hofer seiner Elf Respekt und verspricht, dass „wir in der Rückrunde besser abschneiden werden und alles dafür tun, um nicht als Prügelknabe abgestempelt zu werden“.

Mario Schiestl (35, Mayrhofen)
© Jakob Gruber

Die beiden Neo-Legionäre, die aufgrund eines zehntägigen Probetrainings in Mayr­hofen verpflichtet wurden, haben inzwischen im Zillertal Fuß gefasst. Pinjuh (27, Stürmer) und Zovko (21, Verteidiger) haben eine Arbeitsbewilligung und sind gut integriert. „Sie haben die Qualität für die Tiroler Liga“, ist sich Hofe­r sicher und bot beide zweimal in der Startelf auf. In der kommenden Runde beim SVI muss er jedoch auf Zovk­o nach seiner Gelb-Roten Karte („eine überzogene Entscheidung“) verzichten. Dafür kann er sich auf seinen Torjäger Mario Schiestl verlassen, der mit 35 Jahren „immer sein letztes Hemd gibt“.

Einen weiteren (G)oldie hatten die Wattens Amateure beim 4:1-Heimerfolg gegen St. Johann in ihren Reihen. Der 40-jährige Martin Svejnoha, Ex-Profi und Co-Trainer der Kampfmannschaft, streifte zum fünften Mal in dieser Saison das Dress über und verlieh den WSG-Fohlen die notwendige Stabilität, um den ersten Sieg seit 15. Oktober einzufahren. „Er haut sich immer gnadenlos hinein, und so ein Spieler auf dem Platz kann den Unterschied ausmachen“, schätzt Trainer Martin Rinker die Qualitäten des tschechischen Evergreens: „Von mir aus kann er jedes Spiel auflaufen.“ Das Sieger-Gen bringt er in jedem Fall mit.


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